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Vorwort des Herausgebers
Oberzeitlbach ist ein Ortsteil des Marktes Altomünster. Und es liegt im tertiären Hügelland, rund 2,5 km südwestlich des Hauptortes Altomünster im Landkreis Dachau. Den Namen führt der Ort nach dem westlich von Oberndorf in Radenzhofen entspringenden Bach Zeitlbach, der in seinem Lauf durch einige Bäche ohne Namen gespeist wird und schon nach wenigen Kilometern bei Erdweg mit dem Stumpfenbach in die Glonn mündet.
Urkundlich wird Zitalpah erstmalig 772 erwähnt. Nach der Säkularisation 1803 und der Abschaffung der Herrschaft durch das Birgittenkloster Altomünster, also ab 1818, gab es die Gemeinde Oberzeitlbach bis zum 31. Dezember 1975. Bis zum 30. Juni 1972 gehörte sie zum Landkreis Aichach. Zur Gemarkung gehören neben Unterzeitlbach, die Weiler Humersberg, Oberndorf, Röckersberg, Ruppertskirchen und die Einöde Schauerschorn. Im Rahmen der damaligen Gebietsreform wurde zum 1. Juli 1972 die Gemeinde Oberzeitlbach dem Landkreis Dachau zugeschlagen. Die Mehrheit der Bevölkerung hatte sich dafür ausgesprochen. Am 1. Januar 1976 wurde Oberzeitlbach in den Markt Altomünster eingemeindet.
Kirchlich gehört Oberzeitlbach (Maria Himmelfahrt) seit jeher zur Pfarrei Altomünster (Patron ist der heilige Alto), und bildet im Rahmen dieser Pfarrei eine Filialgemeinde. Zum Filialbereich gehören die Orte Oberndorf, Plixenried, Radenzhofen, Röckersberg und Übelmanna (alle Markt Altomünster).
Drei Orte haben aus der Sicht des Schützenvereins eine Sonderstellung. Bis 1978 waren Plixenried und Übelmanna der ehemaligen Gemeinde Hohenzell zugehörig; Radenzhofen gehört zur Gemeinde Kiemertshofen. Kirchlich sind sie der Verwaltung der Filialkirche in Oberzeitlbach unterstellt. Und so fühlen sie sich heute noch bei den Gemütlichkeit-Schützen in Oberzeitlbach zu Hause.
Dieser kurze politische und klerikale Exkurs soll helfen, das ursprüngliche Einzugsgebiet der Gemütlichkeit Oberzeitlbach darzustellen.
Herausragende Ereignisse in der Vereinshistorie:
1921 Vereinsgründung
1922 Gründungsmitglied Schützengau Altomünster
1924 Anfertigung der Schützenkette
1953 Fahnenweihe
1971 Jubiläum 50 Jahre Vereinsgründung
1980 Doppelfahnenweihe mit der Feuerwehr
1991 Jubiläum 70 Jahre Vereinsgründung
1996 Jubiläum 75 Jahre Vereinsgründung
2001 Jubiläum 80 Jahre Vereinsgründung
2006 Jubiläum 85 Jahre Vereinsgründung
2011 Jubiläum 90 Jahre Vereinsgründung
2021 Jubiläum 100 Jahre Vereinsgründung verschoben wg. Corona
2022 Jubiläum 100 Jahre Vereinsgründung
Die Zukunft des Vereins ist offen!
Im Jahr 2023 laufen sämtliche Pachtverträge zwischen dem Eigentümer (Johann Gattinger, Karlsfeld), dem Besitzer (Nießbrauch Georg Gattinger, Oberzeitlbach) und den Pächtern Gemeinde Altomünster (FFW) mit dem Schützenverein Gemütlichkeit OZB aus. Mitnutzer der Immobilie sind der Krieger- und Soldatenverein OZB und der Burschenverein OZB. Dies gilt sowohl für den sogenannten Anbau (FFW und SV Gem.OZB) als auch für die „Wirtschaft“ (Burschen, Dorf, TV-Stüberl, etc.).
Auch nach langen und schwierigen Verhandlungen waren die Eigentümer in Karlsfeld nicht zu einer Pachtverlängerung von mindestens 25 Jahren (wg. Bezuschussung) oder einem Verkauf zu bewegen. Eine Pachtverlängerung wurde für Laufzeiten von 2-3 Jahren angeboten. Die Feuerwehr müsste aufgrund neuer Vorschriften gravierende Umbaumaßnahmen vornehmen. Der Schützenverein möchte elektronische Schießstände einbauen. Beides setzt langfristige Pachtverträge voraus. Der Burschenverein möchte eine eigene Unterkunft. Der aktuelle Bauwagen ist für ein geselliges Treffen Einzelner noch teilweise tragbar, aber für eine Vereinsversammlung nicht ausreichend. Die Dorfgemeinschaft hat keinen Saal mehr, da der Saal im „Gattinger“ wegen der fehlenden Konzession nicht bewirtschaftet werden darf.
Von 2016 bis 2018 wurden von Michael Gailer und Robert Butz mehrere Modelle und Konzepte zur weiteren Nutzung des Gasthauses Gattinger mit Anbau entwickelt und mit der Dorfgemeinschaft diskutiert. Die Gemeinde hat diese Bestrebungen unterstützt, und einen vereidigten Sachverständigen mit einer Begutachtung beauftragt. Es sollte eine Basis geschaffen werden, mit fundiertem Wissen über den aktuellen Zustand und Verkehrswert des Anwesens in Verhandlungen mit dem Eigentümer treten zu können.
Wird der Verkehrswert aus dem Gutachten anerkannt, und die prognostizierten Renovierungen laufen gemäß den Schätzungen, so wird für den jetzigen Standort genauso viel Geld notwendig sein wie für einen Neubau. Der Neubau bedarf allerdings in den nächsten 20-30 Jahren keinerlei Reparaturen. Andererseits wird mit dem Gasthaus Gattinger ein ortsprägendes Gebäude mit erheblich ideellem Wert im Ortskern aus der „Dorfnutzung“ rausgenommen. Der Eigentümer hat der Gemeindeverwaltung signalisiert, dass eine Einigung zum Kaufpreis aus dem Gutachten nicht möglich ist. Man weiß zwar nicht wie hoch der Marktpreis anzusetzen ist, aber dem Gefühl folgend müsste ein deutlich höherer Verkaufspreis erzielbar sein. Dies war der Stand von 2019. Aktuell (2021) wird wieder eine gemeinsame Basis für Verhandlungen gesucht. Eine Pachtverlängerung mit mindestens oder mehr als 25 Jahren ist aus der Sicht der Eigentümer nicht wirtschaftlich. Die Einnahmen der Verträge erhält der Nießbrauchträger, die Erhaltungsmaßnahmen hat der Eigentümer zu tragen. Die Pachtverträge wären aber mit dieser Laufzeit für die Zuschussanträge zwingend notwendig.
Summa summarum kann gesagt werden:
Es kam zu keiner Einigung. Nachdem die Gemeinde im Gemeinderat beschlossen hat nach Alternativen zu suchen, und die Vereine in ihren Mitgliederversammlungen diesen Beschluss unterstützen, wurde ein Neubau eines gemeinsamen Vereinsheims für die Freiwillige Feuerwehr, Schützenverein Gemütlichkeit, Burschenverein, Krieger- und Soldatenverein und der Dorfgemeinschaft als Maßnahme bis 2023 ins Auge gefasst.
Am 24. Januar 2019 fand in der Gemeinde eine erste gemeinsame Sitzung mit den Vorständen der jeweiligen Vereine und der Gemeindeverwaltung statt. Beschlossen wurde, die Pläne für ein gemeinsames Vereinsheim zu erstellen. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass diese Pläne mehrfach geändert wurden. Vom Haus für Alle, also ein Haus, bis zu drei Häusern, für jeden eins, war alles dabei. Aus der einen Sicht zu groß, aus der anderen Sicht zu klein. Aber zu teuer war es immer. Eins stand aber immer fest: für die Feuerwehr muss eine neue Unterkunft geschaffen werden. Und die Schützen wollen sich, natürlich mit ausreichender Beteiligung durch Sach- und Geldleistungen, daran beteiligen. Beim Burschenverein sieht man das genauso. So wäre es eigentlich für die Gemeinde günstig über die Bühne gegangen. Das haben aber nicht alle so gesehen. Die kommunale Aufsichtsbehörde macht uns, oder besser gesagt der Gemeinde, einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.
Die Neuwahl des Gemeinderats hat uns in unseren Bestrebungen zum Neubau eines „Haus der Vereine“ deutlich zurückgeworfen. Ob am Ziel bis zur Einweihung in 2023 festgehalten werden kann, ist mehr als offen. Alle Förderprogramme des Freistaats Bayern (über BSSB) laufen am 31.12.2020 aus. Was danach kommt, ist nicht vorherzusagen.
Im Juni 2020 wurden die Planungen für das Vereinsheim wieder aufgenommen. Im September sind in den Sitzungen des Bauausschusses und des Gemeinderats Tagesordnungspunkte zur Erörterung und ggf. Beschluss des Bauvorhabens „Haus der Vereine“ in OZB geplant.
Oktober 2020: Der Gemeinderat beschließt mehrheitlich (1 Gegenstimme) die weiterführenden Planungen zu beauftragen; das heißt, für die Zeitlbacher Vereine geht’s weiter!
Die eigentlich anstehende Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Der BSSB unterstützte nicht nur uns bei den auftretenden rechtlichen Fragen. Alle Vereine hatten mehr oder weniger die gleichen Probleme.
Für 2021 geplant: Nachdem die Hallenfeste beim Schiajackl in den Jahren von 1987 bis 1995 sehr gut angenommen worden sind, wollen wir es zu unserem 100-jährigen Jubiläum nochmal in seiner Halle versuchen. Ein beschauliches Fest im Seite | 8
Dorf mit den Patenvereinen Edelweiß Altomünster, Eintracht Kleinberghofen und Alpenrose Unterzeitlbach. Die weiteren 16 Schützenvereine im Gau Altomünster werden auch eingeladen. Und unsere Nachbarin Martina Schwarzmann ist gebucht. Die von ihrer Agentur geforderten Vorgaben, wie Beschallung und Beleuchtung, sollen vom Christian Höchtl erbracht werden. Dazu a bissl a Frühschoppen, einen Abend mit da „Unterschauerschornerin“ und zum Ausklang einen Umzug. Wenn uns Corona lässt!
Nun ist es doch anders gekommen als geplant. Alles ist abgesagt. Was sich, auch mit Blick auf die 1250 Jahr-Feier Zitalpah, nachholen lässt, ist noch offen.
Durch Kameradschaft und Idealismus konnte in der langen Vereinsgeschichte viel geleistet werden. Und es steht in den nächsten Jahren viel an. Aber wenn sich an der Einstellung der „Zeitlbacher“ nichts geändert hat, und daran ist eigentlich nicht zu zweifeln, dann kann es nur heißen:
Frisch ans Werk! Lasst uns beginnen!
Auch ich wünsche dem Verein und dem Dorf aus ganzem Herzen den größtmöglichen Erfolg. Wie immer er auch definiert werden mag.
Robert Butz
Der Verein
Im September 1921 wurde in Oberzeitlbach auf Anregung eines Herrn Ginsler, Lokomotivführer aus Altomünster, im Gasthaus Gattinger ein Schützenverein gegründet und auf den Namen „Schützengesellschaft Gemütlichkeit Oberzeitlbach und Umgebung“ getauft. Als Gründungs-mitglieder sind benannt: Josef Rascher sen., Josef Schlosser sen., Johann Hamberger, Josef Stumpferl, Josef Augustin, Josef Gschoßmann sen. In offener Wahl wurde folgende Vorstandschaft gewählt (alle Oberzeitlbach):
1.Vorsitzender: Josef Rascher sen.
2.Vorsitzender: Josef Schlosser sen.
Kassier: Johann Hamberger
Schriftführer: Josef Stumpferl
Der Vereinspatron St. Sebastian.
Der Zweck des Vereins war „die gesellige Unterhaltung ohne jeweilige Politik und außerdem Vervollkommnung und weitere Ausbildung im Zimmerstutzenschießen“. Im Paragraph 12 der Statuten wurde damals noch das Vortel (Anlage 7) beschrieben.
Nach den ersten Jahren übernahm Johann Hamberger das Amt des ersten Vorsitzenden.
Bei der Gründung des Gaues Altomünster im Jahr 1922 waren neben dem Freischütz und der Gemütlichkeit Altomünster, der Eintracht Hohenzell und Eisenreich Asbach auch die Gemütlichkeit Oberzeitlbach beteiligt. Ignaz Schedel aus Altomünster als erster Vorsitzender und Johann Hamberger aus Oberzeitlbach als zweiter Vorsitzender übernahmen die Führung des Gaues.
Die materiell und ideell zwischenzeitlich sehr wertvolle Schützenkette wurde 1924 angelegt.
Drei Schilde und 28 Münzen, meist Maria-Theresia-Taler mit den Namen der Stifter, sind das Grundgerüst der Kette. Finanziert wurde dies von: Josef Augustin, Johann Augustin, Jakob Eberle, Johann Felber, Michael Finkenzeller, Hans Gattinger, Hans Geil, Josef Gschoßmann, Jakob Hoffmann, Josef Lindmeyr, Josef Rabl, Matthias Rabl, Simon Rabl, Josef Schlosser, Johann Stich, Johann Stumpferl, Simon Stich, Michael Wackerl, Lorenz Wagner. Simon Rabl stiftet als Schützenkönig 1925 das quadratische Mittelstück. 1954 kamen von Schützenkönig Michael Braun nochmal 3 Goldstücke dazu. In den Kriegsjahren wurde die Kette von der Familie Gröppmair (Pechler) aufbewahrt und dem Verein nach dem Krieg unversehrt zurückgegeben. So wurde sie Jahr für Jahr erweitert. Ausgenommen war die Zeit von 1938 bis 1949; da war der Schießbetrieb eingestellt. Und es gab noch eine Ausnahme nach dem Krieg: für 1951 fehlt ein Taler, und die Aufzeichnungen geben keine Auskunft über das Warum und Wieso. Unbestätigte Gerüchte erzählen von einer zurückgegebenen Königswürde.
1929 wurde Josef Seidenschwarz sen erster Vorsitzender der Schützen-gesellschaft Gemütlichkeit Oberzeitl-bach und Umgebung Ab 1933 bis 1940 erhielt Josef Gschoßmann das Vertrauen. Beim Königschießen 1938 war Rudi Graf der letzte Schützenkönig vor den Kriegswirren. 1940 musste der Verein aufgelöst werden.
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In der Kriegs- und Nachkriegszeit von 1938 bis 1950 war der Betrieb eingestellt.
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Wiedergründung am 11. Februar 1950
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Nach Aufhebung der Vereinsverbote wurde der Verein am 11. Februar 1950 wieder gegründet. Bei der Gründungsveranstaltung waren von den 34 registrierten Mitgliedern 24 anwesend. In offener Wahl wurden gewählt:
- 1. Vorstand Josef Gschoßmann sen. (Humersberg)
- 2. Vorstand Lorenz Sedlmayr (Oberzeitlbach)
- Kassier Matthias Wolf (Oberzeitlbach)
- Schriftführer Rudolf Graf (Oberzeitlbach)
Leider sind auch mehrere Vereinsmitglieder aus dem Krieg nicht mehr nach Hause gekommen:
- Johann Fendt, Oberzeitlbach (Kerle)
- Franz Schlosser, Oberzeitlbach
- Matthias Schneider, Oberzeitlbach (Lang)
- Josef Rascher sen., Oberzeitlbach
- Michael Schalk, Radenzhofen (Baurn)
- Josef Mair, Humersberg (Tonibaurn)
- Josef Stichlmeir, Plixenried (Gore)
- Xaver Haas, Oberndorf (Veitbaur)
Die Aufnahmegebühr und der Jahres-beitrag wurden auf jeweils 1,– DM festgesetzt. Rudolf Graf, noch amtierender Schützenkönig seit 1938, nahm die Schützenkette in Verwahrung.
Zur Beschaffung eines neuen Zimmerstutzens, die alten waren von den Amerikanern beschlagnahmt worden, stiftete der Tafernwirt Johann Gattinger 50 Mark.
Bei der Jahreshauptversammlung am 14.Oktober 1950 sind im Protokollbuch insgesamt 40 Anwesende mit 8 Neuaufnahmen namentlich verzeichnet. Eine Woche später erfolgte das erste Königsschießen seit 12 Jahren. Von den 22 teilnehmenden Schützen errang Xaver Heiß, Plixenried mit einem „einwandfreien“ Zwölfer die Königswürde. Jeder Schütze hatte nur einen Schuss.
Eine rege Beteiligung an allen Veranstaltungen brachte einen stetigen Aufwärtstrend. Anfang der 50er Jahre wurden innerhalb des Vereins zahlreiche Kugel-, Vortel- und Strohschießen (Anhang 8) durchgeführt, Ehrenscheiben ausgeschossen und Theateraufführungen, die sich einer großen Beliebtheit erfreuten, abgehalten. Am 26. Dezember 1950 kam beispielsweise das traditionelle Stephanie-Theater zur Aufführung. Gezeigt wurde das Volksstück „Der Kreuzhofbauer“. Am Nachmittag waren 118 und am Abend 296 Zuschauer anwesend! Zusätzlich fanden eine Verlosung und eine Christbaumversteigerung im Gattingersaal statt. Das erfolgreiche Theaterstück wurde auch in Einsbach aufgeführt.
Der Verein veranstaltete am 20. Januar 1951 seinen ersten Schützenball. Während des Schützenballes fand ein Preisschießen statt. Damals gab es noch den Zieler, der den Schuss direkt von der Scheibe ablas, und den Schreiber zum Notieren der Ergebnisse. In der Regel wurden 5 Schuss abgegeben. Gewonnen hat den ersten Preis, 3 Flaschen Sekt, Herr Dorn aus Altomünster mit drei „Zwölfern“. Ballkönig war Schützenkönig Xaver Heiß mit seiner Königin Kathi Wolf.
Freundschaftsschießen mit den Nachbarvereinen waren üblich und sehr beliebt. Es kam die Zeit der zahlreichen, und damals sehr attraktiven, Fahnenweihen.
Am 22. Dezember 1951 musste neu gewählt werden. Josef Gschoßmann und Rudolf Graf hatten ihre Ämter niedergelegt. Es wurden auf Vorschlag vom Versammlungsleiter Lorenz Sedlmayr folgende Personen gewählt:
- 1. Vorstand Josef Seidenschwarz sen. (Oberndorf)
- 2. Vorstand Albert Haas sen. (Oberzeitlbach)
- Kassier Georg Haas (Plixenried)
- Schriftführer Xaver Heiß (Plixenried)
- Beisitzer Johann Stumpferl sen (Oberzeitlbach)
- Beisitzer Leonhard Kerle (Oberzeitlbach)
Beim Endschießen am 10. Mai 1952 gab es für jedes Vereinsmitglied ein kostenloses Abendessen, und es wurde beschlossen, jedem Vereinsmitglied bei seiner Verehelichung ein Hochzeitsgeschenk zu stiften.
Ab dem Februar 1953 befasste sich die Gemütlichkeit Oberzeitlbach mit dem Kauf einer neuen Fahne. Dem von Johann Stumpferl (Feldermeier) vorgebrachten Antrag wurde in der Vorstandschaft einstimmig zugestimmt. Das günstigste Angebot belief sich auf 1200 DM. Für die dazugehörigen Bänder waren 291 DM veranschlagt. Die Finanzierung sollte über eine Sammlung und ein groß angelegtes Preisschießen (mit Zeichenverkauf) aufgebracht werden. Bei der Haussammlung konnte von den Herren Seidenschwarz, Stumpferl, Kerle und Haas durch hohen persönlichen Einsatz ein Ergebnis von 1411,– DM eingebracht werden. Nachdem die Finanzierung incl. der Eigenmittel damit sichergestellt war, wurde die Fahnenstickerei Schwab in München mit der Herstellung einer neuen Fahne beauftragt. Als Motiv der Seidenfahne wurde auf der einen Seite der heilige Sebastian (Schützen- und auch Pest-Patron) mit dem Dorfbild gewählt. Zusätzlich wurde der Bienenkorb als Symbol für den namengebenden Zeitlbach mit aufgenommen. Die andere Seite schmückt der heilige Hubertus, Schutzpatron der Schützen und Jäger. Am 25. März 1953 wurde der Auftrag an die Fa. Eibl in München erteilt. Am 11. April 1953 wurde auch beschlossen, den Namen des Vereins zu ändern. Aus der bisherigen
„Schützengesellschaft Gemütlichkeit Oberzeitlbach und Umgebung“
wurde der
„Schützenverein Gemütlichkeit Oberzeitlbach“
Gleichzeitig wurden die Statuten von 1921 überarbeitet, die dann bis 1979 Bestand hatten.
Laut Protokollbuch fanden ab 23. Mai 1953 die ersten Vorbereitungen für die Fahnenweihe statt. 38 Vereine nahmen an diesem Fest am 05. Juli 1953 teil, das auch noch mit einem drei Tage vorher beginnenden offenen Preisschießen verbunden war. Der Patenverein Edelweiß Altomünster ist mit 40 Mitgliedern sehr überzeugend angetreten.
Als Festkapellen waren anwesend: Kolpingskapelle Altomünster, Jugendblaskapelle Kühbach und die Kapelle des Schützenvereins Karpfhofen. Unter der Leitung von Bürgermeister Josef Keller wurde die Ortschaft festlich geschmückt. Am Kirchenbergerl wurde ein Feldaltar errichtet, an dem Kaplan Lachawitz die kirchlichen Feierlichkeiten vornahm.
Der Schützenkönig Jakob Hermann sen mit seinen Schützenliesl‘n Maria Eberle (Wiedmann) und Resi Ostermeier (Strobel)
Der Festzug am Nachmittag bestand aus drei Musikkapellen, einer Reiterabordnung und drei Kutschen:
Reiter:
Jakob Loibl (Plixenried);
Hans Lindmeyr (Oberzeitlbach); Hans Adam (Oberndorf)
Kutsche 1: Fahrer Michael Keller (Oberzeitlbach), Pfarrer Meier, Kaplan Paul Lachawitz, erster Bürgermeister Josef Keller und 2. Bürgermeister Johann Schmid;
Kutsche 2: Fahrer Peter Augustin (Übelmanna), Hauptlehrer Hans Schauer, Gauschützenmeister Hans Schmid, Josef Schlosser und Josef Münch;
Kutsche 3: Fahrer Michael Braun (Oberndorf) mit acht Festjungfrauen:
Anni Seidenschwarz, Oberndorf
Kathi Wolf, Oberzeitlbach
Kathi Schmaus, Oberzeitlbach
Liese Bichl, Oberzeitlbach
Liese Heiß, Plixenried
Maria Braun, Oberndorf
Maria Augustin, Übelmanna
Kathi Stich, Radenzhofen
Als Fahnenjungfern von Edelweiß Altomünster fungierten:
Anni Mair,
Maria Erberle (Widmann),
Resi Ostermeier (Strobel)
Nach der Verteilung der Erinnerungsbänder fand im Wirtsgarten ein Gartenfest statt. Abends ab sechs Uhr erfolgte die Preisverteilung des Preisschießens, an dem sich 147 Schützen aus 26 Vereinen beteiligt hatten. Der erste Preis war eine goldene Armbanduhr, gestiftet vom Uhrenvertrieb Wölfl-Rohr, gewonnen von Anton Freiberger, Augsburg, mit 59 Ringen.
Vom 8. bis 16. August 1953 fand in Altomünster das erste Gauschießen nach dem Kriege statt. Josef Seidenschwarz sen. konnte die Würde des Gauschützenkönigs erringen.
Erstmalig fand die Jahreshauptversammlung am letzten Tag im Oktober statt. In der Regel ist dies auch heute noch so. Es wurde folgendes Ergebnis vermerkt:
- Vorstand Josef Seidenschwarz sen. (Oberndorf)
- Vorstand Lorenz Sedlmayr (Oberzeitlbach)
Kassier Georg Haas (Plixenried)
Schriftführer Xaver Heiß (Plixenried)
Beisitzer Johann Stumpferl sen. (Oberzeitlbach)
Revisor Rudolf Wölfl (Oberzeitlbach)
Das altherkömmliche Recht zur Aufführung eines Theaterspiels wurde für dieses Jahr ausnahmsweise dem wiedererstandenen Burschenverein zugestanden.
Auszug aus dem Protokollbuch der Edelweiß-Schützen Altomünster:
Kameradschaftsschießen mit Altomünster am 13. Februar 1954.
Als sich die Schützen alle gemütlich zusammen gefunden hatten, begrüßte der erste Vorstand Hans Buxeder die anwesenden Gäste. Darauf krachten die Stutzen, dass es eine wahre Freude war. Jeder wollte der Beste sein, denn es ging ja um Preise. Nachdem um halb zwölf das Schießen beendet war, wurden die Preise verteilt. Die Beteiligung war sehr gut. Vorstand Seidenschwarz gab der Hoffnung Ausdruck, dass der gemeinsame Schießabend die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Vereine festigen möge, und überreichte dem Patenverein Edelweiß eine Ehrenscheibe mit Oberzeitlbach als Erinnerung an die Fahnenweihe 1953.
Bei der Fahnenweihe des Schützenvereins „Eintracht Kleinberghofen“, am 23.Mai 1954, hatte die Gemütlichkeit Oberzeitlbach die Patenschaft übernommen, ebenso bei der Fahnenweihe des Nachbarvereins „Alpenrose Unterzeitlbach“ am 03.Juli 1955. Unser Verein beteiligte sich dabei jeweils mit einer starken Abordnung und einem Festwagen. Laut Protokollbuch waren bei der Heimfahrt von Unterzeitlbach auch einige Affen mit dabei.
Im Inventar vom 25.September 1954 wurden u.a. ein Fahnenschrank und ein Schießkasten aufgeführt. Fähnrich Michael Braun bezahlte dafür im Namen des Vereins 30 DM. Außerdem erhielt der Hersteller Xaver Heiß von den Veteranen, der FFW und dem Burschenverein jeweils 10 DM. Den alten Fahnenschrank nahm er für 15 DM in Zahlung. Für den Schießkasten wurden 20 DM bezahlt. Die Beschläge dazu wurden kostenlos vom Schmiedemeister Albert Haas gestellt.
Anlässlich der Fahnenweihe bei der Alpenrose in Unterzeitlbach am 3.Juli 1955 wurde das Patenband von den Festjungfern Anni Seidenschwarz, Maria Braun und Lieselotte Offenwanger mit einem vom Hauptlehrer Hans Schauer verfassten Wechselprolog übergeben. Beim Gauschießen, das anlässlich der Fahnenweihe stattfand und am 29.Juni begonnen hatte, beteiligte sich unser Verein vollzählig.
Am 13. Oktober 1956 wurde Lorenz Sedlmayr von 25 anwesenden Mitgliedern zum ersten Vorsitzenden gewählt. Vom November 1957 bis November 1961 leitete Leonhard Kerle den Verein und schrieb auch das Protokollbuch.
- Vorstand Leonhard Kerle, (Oberzeitlbach)
- Vorstand Peter Augustin, (Übelmanna)
Kassier Albert Haas, (Oberzeitlbach)
Schriftführer Jakob Lindmeyr, (Oberzeitlbach)
Das 6. Gauschießen vom 25. April bis 03. Mai 1959 fand im Saal der Gastwirtschaft Gattinger statt. Die Ausrichtung übernahm der Gau.
Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre wurde an den Stephanitagen traditionell ein Christbaumkugel- und Preisschießen durchgeführt. Ab 1963 wurde das Christbaumkugelschießen aus Sicherheitsgründen untersagt. An seine Stelle trat eine Verlosung mit Versteigerung von teilweise gestifteten Preisen. Mit der abschließenden Christbaumversteigerung wurde die Vereinskasse aufgebessert. Auch dieser Ablauf hat sich bis heute erhalten.
Im April 1960 wurde beschlossen, dass statt des Schweinausschießens ein Ausflug schöner wäre. Damit wurde ein Brauch eingeführt, der sich lange Jahre halten sollte.
Seit 1961 führt der Sportschützengau Altomünster Rundenwettkämpfe durch. Auch hier beteiligten sich die Gemütlichkeits-Schützen regelmäßig daran. Herausragend sei erwähnt, dass Albert Schlosser (er schießt im RWK von 1961 bis heute) 1972 und 1974 die Einzelmeisterschaft gewinnen konnte. Genauso siegreich stellten sich die Damenmannschaften mit Gertrud Pettinger als Einzelmeisterin 1977 und 1978 dar. Sehr erfolgreich gestaltete sich auch das Gauschießen 1963, durchgeführt vom Freischütz Altomünster. Als bester Schütze setzte sich wiederum Albert Schlosser in Szene; er wurde Gaueinzelmeister. Dies konnte er 1969 nochmal wiederholen.
Das 1961 neu gekaufte Luftgewehr hat sich scheinbar nicht bewährt. Ob es extra für den neuen Rundenwettkampf angeschafft worden ist, lässt sich nicht mehr feststellen. Jedenfalls wurde 1962 zusätzlich ein neuer Zimmerstutzen erworben.
In den folgenden Jahren war ein mehrfacher Wechsel in der Vorstandschaft zu verzeichnen.
Neuwahl im November 1961:
- Vorstand Peter Augustin, (Übelmanna)
- Vorstand Leonhard Kerle, (Oberzeitlbach)
Kassier Josef Seidenschwarz jun., (Oberndorf)
Schriftführer Josef Rascher, (Oberzeitlbach)
Revisor Albert Haas (Oberzeitlbach)
Neuwahl im November 1962:
- Vorstand Josef Scherer, (Oberzeitlbach)
- Vorstand Leonhard Kerle, (Oberzeitlbach)
Kassier Josef Seidenschwarz jun., (Oberndorf)
1.Schriftführer Josef Rascher, (Oberzeitlbach)
2.Schriftführer Hans Stumpferl jun., (Oberzeitlb.)
Revisor Albert Haas (Oberzeitlbach)
Neuwahl im November 1963:
- Vorstand Pius Asam, (Oberndorf)
- Vorstand Leonhard Kerle, (Oberzeitlbach)
Kassier Josef Seidenschwarz jun., (Oberndorf)
1.Schriftführer Josef Rascher, (Oberzeitlbach)
2.Schriftführer Rudolf Schneller, (Oberzeitlbach)
Revisor Albert Haas (Oberzeitlbach)
Anlässlich des 1971 anstehenden Festes zum 50-jährigen Bestehen des Vereins bewarb man sich nach reiflicher Überlegung um die Ausrichtung des 27. Gauschießens. Die seit 1968 bestehende Vorstandschaft unterstützte diese Planungen:
- Vorstand Josef Seidenschwarz jun.
- Vorstand Josef Rascher
Kassier Franz Heimpel
1.Schriftführer Leonhard Obeser
2.Schriftführer Franz Münch jun.
Sportleiter Albert Schlosser
Kassenrevisor Albert Haas sen.
Fahnenabordnung Johann Stumpferl, Manfred Sedlmayr, Leonhard Obeser
Schießstände im Gattingersaal
Auf der Gaufrühjahrsversammlung 1970 beim Maurerwirt in Altomünster bewarben sich die „Gemütlichkeit Oberzeitlbach“ und die „Randelia Randelsried“ um die Austragung des nächsten Gauschießens. In einer geheimen Abstimmung erhielt die „Gemütlichkeit Oberzeitlbach“ den Zuschlag.
Vom 14. bis 23. Mai 1971 führte der Verein dann, unter der Schirmherrschaft von Landrat Josef Bestler, das 27. Gauschießen des Gaus Altomünster durch, an dem sich noch die Gründungsmitglieder Josef Keller, Josef Augustin, Mathias Wolf, Johann Gattinger, Johann Gail, Michael Wackerl Johann Schmaus, Jakob Eberle und Simon Stich beteiligen konnten. Die sicherlich umfangreichen Arbeiten wurden auf viele Schultern verteilt. Die Hauptarbeit, Organisieren, Preise sammeln und Schießprogramm zusammenstellen, wurde durch Franz Heimpel bravourös erledigt. Anfang April wurde der Schießstand im Gattinger-Saal errichtet. Für die Schutzwände stellte die Fa. Xaver Buxeder aus Altomünster 170 qm Schaltafeln zur Verfügung. Die Elektrifizierung der Schießstände übernahm Martin Lapperger sen. Bei den Vorbereitungsarbeiten machte sich besonders Josef Rascher mit seinen besten Mitarbeitern Franz Heimpel, Manfred Sedlmayr, Heinz Tholl, Georg Gattinger, Leo Obeser, Hans Schneller, Albert Schlosser und Josef Biebl verdient. Die Aufsicht beim Probeschießen hatten die Gauvorstandsmitglieder Georg Gschwendtner, Josef Hillreiner, Josef Lugmair, Matthias Münch und Peter Wolter. Bei der Eröffnung waren Landrat Josef Bestler mit Gattin, Gauschützenmeister Georg Gschwendtner mit der kompletten Gauvorstandschaft, sowie die Bürgermeister Alto Grießer (UZB) und Ludwig Ostermeir (KBH) anwesend. Es war mit 265 Teilnehmern aus 20 Vereinen, welche ca. 50.000 Schuss auf ca. 25.000 Scheiben abgaben, das am zweitbesten besuchte Gauschießen bis dahin. Manfred Sedlmayr konnte die Würde des Gaukönigs erringen und gewann auch die Jubiläumsscheibe. Franz Münch jun. wusste als Gaueinzelmeister zu überzeugen. Johann Schneller belegte auf der Punktscheibe den hervorragenden zweiten Platz.
1971 wurde der Raiffeisenpokal ins Leben gerufen. Der Austragungsort wechselte reihum und ermöglicht somit einen willkommenen und fairen Wettstreit unter den vier Nachbarvereinen. Beteiligte Vereine waren die Wildmoosschützen Obermauerbach, Gemütlichkeit Oberzeitlbach, Alpenrose Unterzeitlbach, Lindenblüte Wollomoos. Der Raiffeisenpokal endete 2003 nach 32 Jahren in Unterzeitlbach wegen der Fusionierung der Raiffeisenbanken in Altomünster und Dachau. Wir haben uns mit einem dritten Platz verabschiedet. Unsere besten Jahre waren in diesem Pokalwettbewerb anfangs der 70er Jahre. Nach dem Gewinn in 1971 und 1972 konnte der Pokal 1973 leider nicht zum dritten Mal hintereinander gewonnen werden. Damit wäre er in unseren Besitz übergegangen. Von 1974 bis 1976 gelang es uns dann aber dreimal hintereinander zu gewinnen; der Raiffeisenpokal verblieb bei der Gemütlichkeit. Er steht in unserem Trophäenschrank. Alle Ergebnisse sind in der Anlage 6 notiert.
Am 25. Und 26. September 1971 feierte die Gemütlichkeit Oberzeitlbach dann ihr 50-jähriges Gründungsfest. Der Verein hatte als Ehrengäste H.H. Pfarrer Johann Gradl, Gauschützenmeister Georg Gschwendtner, die Gauvorstandschaft, Bürgermeister Alto Grießer, Oberlehrer Johannes Rauch, die Vereinsvorstände der Patenvereine Edelweiß Altomünster, Alpenrose Unterzeitlbach, Eintracht Kleinberghofen, die Gründungs-mitglieder sowie alle Vereinsmitglieder mit ihren Gattinnen zu einer gemütlichen Feier ins Gasthaus Gattinger eingeladen. Die Blaskapelle Franz Feiner aus Egenhofen begeisterte mit ihren flotten Weisen.
In interessanter Form brachte nach dem Essen der erste Vorsitzende Josef Seidenschwarz jun. einen Überblick aus dem Vereinsleben der vergangenen 50 Jahre dar. Der letzte Satz in der Ansprache und Dankesrede gilt wahrscheinlich immer noch:
„Gerade in den heutigen unruhigen Zeiten kann ein Schützenverein als Garant für Geselligkeit und Gemütlichkeit einen kleinen Beitrag zum Weiterbestand der örtlichen Gemeinschaft leisten“.
Der Festzug zur Kirche und ein Festabend mit Ehrungen am Sonntag rundeten diese Veranstaltung ab. In der separaten Bildchronik sind die Bilder über diesen besonderen Tag verewigt.
Nach einer relativ kurzen erfolgreichen, aber sehr kräftezehrenden Zeit, sollte die Vorstandschaft umgestaltet werden. Und so sah die neue Vorstandschaft 1972 aus:
1.Vorsitzender Leonhard Obeser
2.Vorsitzender Josef Rascher
Kassier Josef Seidenschwarz jun.
1.Schriftführer Michael Keller
2.Schriftführer Manfred Sedlmayr
Sportwart Albert Schlosser
Sportleiter Franz Heimpel
Zeugwart Georg Gattinger
Jugendleiter Franz Heimpel, Albert Haas
Kassenrevisor Albert Haas sen.
Fahnenabordnung Franz Münch, Martin Lindmeyr, Kaspar Glas
Seit der Gründung des Vereins ist der Schießbetrieb von der Gaststube aus ins Nebenzimmer durchgeführt worden. Bis nach dem 2. Weltkrieg wurde fast ausschließlich mit Zimmerstutzen geschossen; die Belastung der Sinne muss dementsprechend gewesen sein! 1966 konnte dann im Keller eine Anlage mit zwei Schießständen errichtet werden. Durch den regen Schießbetrieb und die Teilnahme mehrerer Mannschaften an den Rundenwettkämpfen wurde auch dieser Stand schnell zu klein. Doch die Wirtsleute Gattinger stellten großzügiger weise den ehemaligen Eiskeller zum Ausbau zur Verfügung. Nach mehr als tausend (genau 1112) freiwillig geleisteten Arbeitsstunden konnte die neue Schießanlage mit sechs Schießständen im November 1973 freigegeben werden. Eröffnet wurden die Stände vom Gauschützenmeister Georg Gschwendtner und dem ersten Vorsitzenden Leonhard Obeser.
Schießtechnisch war 1973 aus der Sicht der Zeitlbecker ein überaus erfolgreiches Jahr. Sowohl beim Raiffeisenpokal, als auch bei der Gaumeisterschaft in Wollomoos konnten hervorragende Platzierungen erreicht werden.
1973 veränderte sich die Vorstandschaft erneut. Das Amt des 1.Kassier betreute nun Michael Gailer jun. 1974 stellte sich Josef Rascher als Schriftführer zur Verfügung.
Im Ausscheidungsschießen am 19.01.1974 zum Aufstieg in die Bezirksliga konnten die Gemütlichkeit Schützen Albert Schlosser, Franz Münch, Rudolf Waldner und Franz Heimpel ihre gewohnte Form nicht erreichen; der Aufstieg war ihnen leider nicht vergönnt.
Am 14.Juli 1974 fand die Fahnenweihe vom Schützenverein Tannenbaum in Wiedenzhausen statt. Die Gemütlichkeit Oberzeitlbach nahm daran teil.
Unser Verein beteiligte sich 1975 an der Fahnenweihe des Schützenvereins Edelweiß in Weilach.
Die nächste Ausscheidung für die Bezirksligateilnahme stand an. Am 18. Januar 1976 fand in Bad Wiessee der Aufstiegskampf statt. Wieder hat es nur knapp nicht gereicht. Als Schützen waren dieselben wie 1974 nominiert; einzig Rudolf Waldner wurde durch Johann Schneller ersetzt.
Bei der Fahnenweihe des Schützenvereins Heilbachtaler Heretshausen im Juli 1976 war man auch mit dabei.
Seit 1976 gibt es den Christkindlmarkt in Altomünster. Seit 1996 beteiligt sich der Verein daran. Aus den anfänglich von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Marktständen sind inzwischen zwei portable Weihnachtshütten geworden. 1997 wurde der neue Lebkuchenofen angeschafft. Die damit hergestellten frischen Lebkuchen erfreuten sich allseits großer Beliebtheit. Vor allem in Verbindung mit dem dazu angebotenen Glühwein.
1977 hat sich die Sparkasse Dachau entschieden eine Sparkassen-Schützenscheibe auszuloben. Seit 1992 beteiligt sich die Gemütlichkeit Oberzeitlbach. Geschossen wird zuhause, die Anzahl der beteiligten Schützen ist beliebig. Früher wurden die zehn besten Blattl gewertet. Heute ist es eine Mischung aus Ring- und Blattlwertung. Zum Wanderpreis „Sparkassenschützenscheibe“ sind Luftgewehre und Luftpistolen in einem Modus zu gewinnen, der allen Beteiligten eine Chance zum Gewinn einräumt. Die jeweiligen Platzierungen lassen sich leider nicht mehr feststellen; aber in der Verlosung waren wir bereits dreimal erfolgreich: zwei Gewehre (2000 und 2011) und eine Pistole (2018) konnten bisher gewonnen werden.
Ab 1977 wurde ein separater Rundenwettkampf für Damen eingeführt. Unsere Damen führten sich mit einem ersten Platz ganz hervorragend ein. Die Mannschaft bestand aus Gertrud Pettinger, Marianne Brandmair und Rosa Pettinger. Es gab Zeiten, da wurden gleich zwei Damen-mannschaften ins Rennen geschickt.
Bei der Weihnachtsfeier 1977 wurden zwei Vereinsmitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt:
Johann Gattinger, Gründungsmitglied und Herbergsvater
Josef Seidenschwarz sen., langjähriger ehemaliger Schützenmeister
Beide standen dann dem Verein in verschiedenen Funktionen immer mit Rat und Tat zur Verfügung. Die Entwicklung des Vereins hätte ohne diese überaus verdienstvollen Mitglieder in der Art und Weise nicht stattgefunden.
Das unerwartete Ableben von drei markanten Persönlichkeiten im Jahr 1978 hat den Verein erschüttert. Michael Braun jun. (Fahnenbegleiter) verstarb im Alter von 21 Jahren. Mit Michael Braun sen., Förderer der Schützenkette (3 Goldtaler) und Leonhard Kerle, (langjähriges Vorstandsmitglied) musste wir uns von zwei weiteren verdienten Mitgliedern verabschieden. In der Generalversammlung wurden die besonderen Verdienste dieser Mitglieder vorgetragen. Die anschließende Neuwahl erbrachte folgende Änderungen:
1.Vorsitzender Johann Schneller
2.Vorsitzender Leonhard Obeser
Kassier Michael Gailer jun. und Albert Haas jun.
Schriftführer Josef Rascher
Sportwart Albert Schlosser
Sportleiter Franz Heimpel
Zeugwart Georg Gattinger
Jugendleiter Franz Heimpel
2. Jugendleiter Josef Seidenschwarz jun.
Im November gewann Manfred Sedlmayr das Leonhard-Kerle-Gedächtnis-Schießen.
Seit April 1979 hatten die Lindenblütenschützen in Wollomoos kein Vereinsheim mehr. Auf Anfrage ihres Schützenmeisters hat sich unser Verein bereit erklärt, ihnen Unterkunft zu gewähren, bis es zu einer neuen Lösung kommt. 1981 konnten die Wollomooser ihr altes Schulhaus als neue Heimat beziehen.
Durch einen tragischen Verkehrsunfall verstarb im Juli 1979 unser aktiver und beliebter Schütze Franz Münch (Nuimer) im Alter von 34 Jahren. Er war dem Verein stets innig verbunden, sowohl als Schütze als auch als Funktionär.
In der Generalversammlung am 18. November 1979 standen drei wichtige Punkte auf der Tagesordnung:
- Die Neuwahl der Fahnenabordnung ergab folgendes Ergebnis:
Fahnenträger: Kaspar Glas Fahnenbegleiter: Albert Haas jun.
Josef Bichl jun.
Manfred Sedlmayr
Johann Stumpferl sen. - Anschaffung einer neuen Vereinstracht für das Gründungs-fest 1980. Der Antrag wurde auf den 02.12. verschoben, um die kompetente Beratung der weiblichen Mitglieder mit einzubeziehen.
- Um eine steuerliche Besserstellung zu erreichen, musste vorher die Eintragung ins Vereinsregister erfolgen. Dafür bedurfte es einer Überarbeitung der Satzung von 1953.
Die Anträge setzten sich erst nach längerer Diskussion, dann aber mit nur 1 Enthaltung, durch.
Es folgte der Eintrag ins Vereinsregister, das heißt der Verein wurde ein eingetragener Verein (e.V.) mit dem Zweck der Ausübung des Schießsports in den Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole und Zimmerstutzen. Die Förderung der Gemeinsamkeit und Geselligkeit stand ebenso hoch im Kurs.
Anfang 1980 beteiligten wir uns an der Fahnenweihe des SV Jagdlust Gallenbach und an der Standartenweihe des Reitvereins Altomünster.
Das Jahr 1980 wurde zu einem Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Nach einer langen Vorbereitungszeit (insgesamt 13 Festausschusssitzungen vom 30. Juni .1978 bis zum 26. Juni 1980) und einer Regenperiode vom 18. Juni bis zum Vortag des Festbeginns, folgte vom 4. bis 6. Juli 1980 das wohl größte Fest in der Chronik beider Vereine: Die Doppelfahnenweihe „75 Jahre Freiwillige Feuerwehr“ und „60 Jahre Schützenverein Gemütlichkeit Oberzeitlbach“.
Zudem wurde ein 60 Meter langes und 25 Meter breites Zelt aufgestellt in dem für 2700 Personen Platz war, und eine Festschrift wurde angefertigt. Zu diesem Anlass wollte man gut dastehen. Deshalb wurde auch eine neue Vereinstracht angeschafft. Zusätzlich hat der Festausschuss beschlossen, neben der allgemeinen Verschönerung des Dorfes, nach 27 Jahren wieder einen Maibaum aufzustellen. Gestiftet hat den 29m langen Baum Georg Wackerl, Schauerschorn. Die Taferl, von Peter Thein entworfen und bemalt, wurden von Manfred Sedlmayr und Michael Keller angefertigt und grundiert.
Die finanzielle Seite hat der Schützenverein übernommen. Für die Spruchtafel hat man sich die Inschrift ausgesucht
Friede im Dorf,
kein leeres Wort.
Das zu bekunden,
steh‘ ich im Ort.
In der Vorbereitungsphase zu diesem Fest wurde das neue Vereinszeichen, mit dem Bienenkorb als Mittelpunkt, angeschafft. Entworfen hat es Josef Rascher.
Nun konnte im Zeitlbachtal das bisher größtes Fest beginnen!
altes Vereinslogo
neues Vereinslogo
Freitag 4. Juli 1980:
Mit dem Empfang der Patenvereine FFW Hohenzell und Edelweiß Altomünster erfreuten sich die Honoratioren und die Besucher von nah und fern bei strahlendem Sonnenschein auf dem Fischerhof an dem farbenfrohen Spektakel. Unterstützt von den Pipinsrieder Musikanten erfolgte der Umzug nach einem Standkonzert zur Festwiese nördlich des Kindergartens, die uns Ludwig Gröppmair (Pechler) für das Festzelt zur Verfügung gestellt hatte.
Ohne viel Maierbräubier zu verspritzen, zapfte Bürgermeister Anton Hofberger das erste Fassl an. Die „Original Donauschwäbische Blaskapelle Josef Augustin“ und das „Silberwald Duo“ begeisterten das anwesende Publikum mit einem bunten Abend.
Samstag 5. Juli:
Zum Stimmungsabend mit der Adelsrieder Unterhaltungskapelle, den Wollomooser Goaßlschnoizer und einem Holzsäge-wettbewerb war das Zelt von den vielen Besuchern fast vollständig gefüllt. Die Stimmung war prächtig und übertraf sogar die vom Freitag. Wozu der rege Barbetrieb sicherlich das seine beigetragen hat. Beim Holzsägewettbewerb, mit 10 beteiligten Vereinen, hat sich die Sportgemeinschaft Stumpfenbach vor der Alpenrose Unterzeitlbach als der glückliche Sieger hervorgetan.
Sonntag 6. Juli: Der Sonntag war der Festtag schlechthin. Und das Wetter spielte auch wieder mit. Ab 6:00 Uhr wurde in Oberzeitlbach und allen Ortsteilen der ehemaligen Altgemeinde, sowie beim Schirmherrn, bei den Vereinsvorständen, bei den Fahnenbräuten und beim Festausschussvorsitzenden ein Weckruf gespielt. Ab 8:00 Uhr trafen die Vereine ein. Die Anwesenden wurden durch das Spalier der Festmädchen ins Festzelt geführt. Anschließend erfolgte die herzliche Begrüßung der Festgäste, insbesondere der Ehrengäste,
Schirmherr Anton Hofberger,
Landrat Hansjörg Christmann,
MDL Dr. Herbert Huber,
Pfarrer Xaver Gröppmair,
Altbürgermeister Alto Grießer,
Kreisbrandrat Karl Leitsbach,
Ehrenkreisbrandrat Georg Blümel,
Gauschützenmeister Georg Gschwendtner
und die Vorsitzenden der Patenvereine Josef Schleipfer und Hans Buxeder
So konnte um 10:00 Uhr der Festgottesdienst pünktlich beginnen. Nachdem Dekan und Kammerer Johann Gradl anderweitigen Verpflichtungen nachgehen musste und Pfarrer Lachawitz am Samstagabend überraschend erkrankte, ist H.H. Pfarrer Xaver Gröppmair als gebürtiger Oberzeitlbacher spontan, sozusagen von heute auf morgen, eingesprungen, um den Festgottesdienst zu zelebrieren. Die Zeitlbacher haben es ihm auf seiner Beerdigung am 26.09.2020 mit der Anwesenheit der Fahnenabordnungen, trotz Corona, gedankt.
Das Fest strebte so seinem Höhepunkt entgegen. Es bescherte den über 3.500 Besuchern und Gästen, die innerhalb und außerhalb des Festzeltes, ergriffen und begeistert zugleich, dem 1 ½ stündigen farbenprächtigen Ablauf des Geschehens lauschten. Ein Erlebnis, das keiner der Anwesenden so schnell vergessen sollte. Im Anschluss an den Festgottesdienst wurde in eindrucksvoller Weise der Toten, Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht. Kein Laut war zu hören, als von der Festkapelle Obergrießbach, mit Hans Rast als Dirigent, der „Alte Kamerad“ meisterhaft intoniert wurde.
Anschließend zogen Abordnungen der Jubilar-Vereine zum Kriegerdenkmal, um Kränze niederzulegen. Nun begann das Fest mit seinem Schlussakkord. Küche und Schänke mussten alle Kräfte aufbieten, um dem Ansturm standzuhalten. Ab 14:00 Uhr setzte sich ein über einen Kilometer langer Festzug mit insgesamt 102 Vereinen, fünf Kutschen, in denen die Ehrengäste gefahren wurden, und sieben Musikkapellen (aufgeteilt in 7 Zügen) in Bewegung. Es wurde geschätzt, dass etwa 5000 bis 6000 Zuschauer den Weg säumten um dieses Spektakel zu sehen. Im überfüllten Festzelt wurden gegen 16:00 Uhr die Erinnerungsbänder verteilt. Die Blaskapelle Dasing leitete zum anschließenden gemütlichen Beisammensein über, und ließ den Tag mit ihrer Stimmungsmusik langsam ausklingen. Gemeinschaftsgeist, gute und harmonische Zusammenarbeit und großes Bemühen von allen Beteiligten hatten bewirkt, dass sich Oberzeitlbach seinen Gästen und Besuchern hervorragend darstellen und sich von seiner besten Seite zeigen konnte. Ein gut durchdachtes Programm, eine gute Bewirtung und eine gelungene Betreuung trugen zur allgemeinen Zufriedenheit und ausgezeichneten Stimmung an allen drei Festtagen bei.
Die Festmädchen der „Schützen“ von links nach rechts: Johanna Graf, Maria Brandmair, Sylvia Haas, Christine Heimpel, Rita Scharl, Marianne Brandmair, Monika Vinzenz, Gerlinde Mair, Angela Heiß, Gertrud Pettinger, Hedwig Riepl, Rita Biebl, Christa Haas, Theresia Höchtl, Hildegard Hamberger.
Die Festmädchen der „Feuerwehr“ von links nach rechts: Rosemarie Mair, Helga Mair, Theresia Münch, Maria Mair, Elvira Grießer, Angelika Mair, Christine Strobl, Henriette Luister, Elisabeth Betz, Hannelore Loibl, Marille Hofmann, Sabine Luister, Rita Loibl, Marianne Loibl, Maria Schmaus, Marianne Effinger.
Der Festausschuss (v.l.n.r.):
hinten: Johann Schmid, Franz Heimpel, Leonhard Obeser, Albert Schlosser, Ludwig Gröppmair, Johann Kreitmair, Michael Keller, Michael Gailer jun.
mitte: Rudolf Schneller, Ludwig Gruber, Konrad Wagner, Manfred Sedlmayr, Josef Rascher, Kaspar Glas, Xaver Holzmüller, Martin Lapperger, Josef Bichl jun., Thomas Gröppmair.
vorn: Johann Goldstein, Johann Schneller, Josef Seidenschwarz, Fritz Schweder.
Ein besonderer Dank sei hier ausgesprochen an:
– den Festausschuss unter der Leitung von Josef Seidenschwarz jun.
– Die beiden Jubilar-Vereine mit ihren Mitgliedern und Vorständen
– und die gesamte Bevölkerung von Oberzeitlbach und Umgebung.
Die Bildchronik über dieses außer-gewöhnliche Fest ist ein besonderer Augenschmaus. Dort kann man vieles nochmal am geistigen Auge vorüberziehen lassen. Auch im Programmheft zu den Festtagen können wesentlich detailliertere Informationen nachgeblättert werden.
In der vierzehnten, und letzten Festausschusssitzung erfolgte ein ausführlicher und abschließender Bericht über Einnahmen und Ausgaben durch den Leiter des Festausschusses Josef Seidenschwarz. Es wurde beschlossen, eine Wallfahrt nach Geiselwies und eine Nachfeier abzuhalten. Abgeschlossen wurde dieses Ereignis in der 15. FA-Sitzung im Gasthaus Felber mit der Auflösung des Gremiums.
Am Festumzug zur 1250 Jahrfeier des Marktes Altomünster und an der Sportplatzeinweihung in Pipinsried beteiligte sich der Verein in voller Mitgliederstärke. Die neue Vereinstracht sollte gebührend zur Geltung kommen.
1980: Die Scheibenzuganlagen zum Kurbeln wurden durch automatische Anlagen ersetzt. Zwei neue Luftdruckgewehre (Feinwerk) wurden angeschafft.
In der Generalversammlung 1980 wurde die Entlastung des Festausschusses und der Vorstandschaft einstimmig beschlossen. Bei der Besetzung des Vorstands gab es keine Veränderungen. Ein Fahnenbegleiter wollte sein Amt niederlegen. Die beantragte Neuwahl wurde abgelehnt.
Bei der Fahnenweihe der Gemütlichkeit Adelzhausen und bei der 100-Jahrfeier vom Freischütz Altomünster konnte die neue Festtracht ebenso mit viel Zuspruch vorgeführt werden.
Zum 100sten Geburtstag der Marktsparkasse Altomünster wurden im Juli 1982 neben unserem Verein weitere 12 Vereine mit insgesamt 178 Schützen eingeladen. Ausgerechnet der einzige Verein, welcher nicht aus der Gemeinde Altomünster kam, nämlich „Eintracht Kleinberghofen“, wurde im Jubiläumsschießen Erster. Wir haben uns genau in der Mitte platziert.
Wir beteiligten uns ab 1982 am Jugendfernwettkampf. Den Wettbewerb gibt es seit dem 28. April 1968, wo sich bei Edelweiß Altomünster (Maurerwirt) in Altomünster erstmalig die Jugend von sieben ansässigen Vereinen traf. Nach einem kurzen Intermezzo in Kleinberghofen (Rottenfußer) wurden bei den Wettkämpfen ab 1972 in Unterzeitlbach an 6 Schießtagen die Besten ermittelt. Für unseren Verein waren unter den ersten Dreißig Robert Obeser (18.), Erwin Goldstein (23.) und Stefan Münch (29.) zu finden.
1983 beteiligten wir uns an vier Gründungsjubiläen:
5. Juni Tell Eurasburg (75 Jahre)
17. Juni Gau Altomünster (60 Jahre)
26. Juni Ecknachtaler Tödtenried (60 J)
4. Juli Waldschützen Sixnitgern (25 J)
Wie in seiner Chronik beschrieben lief die 60-Jahrfeier vom Gau Altomünster am 17. Juni 1983 ab. Das Standkonzert, am Sonntag früh, spielte die Pipinsrieder Blasmusik. In zwei Zügen, den zweiten führte der Musikverein Altomünster an, zogen die Vereine zur Festhalle (Reithalle) beim Bahnhof. Die Fahnenträger versammelten sich um den Altar, während Pfarrer Bachbauer die Messe zelebrierte.
Mit den Fahnenabordnungen der fünf Gründungsvereine „Freischütz Alto-münster“ und „Gemütlichkeit Altomünster“, „Gemütlichkeit“ Oberzeitlbach, „Eintracht“ Hohenzell und „Eisenreich“ Asbach zog die Gauvorstandschaft anschließend zur Totenehrung zum alten Friedhof.
Am 19. August 1983 feierte das Ehrenmitglied (seit 1978) Johann Gattinger seinen 80. Geburtstag. Alle Vereine aus dem Dorf, incl. der Gastschützen aus Wollomoos, waren durch die Honoratioren vertreten. Auch der Gau Altomünster, vertreten durch Georg Gschwendtner und Josef Hillreiner, beehrten das Gauehrenmitglied.
1984 gab es wieder fünf Gründungsfeste mit und ohne Fahnenweihen:
20. Mai Zeller Schützen Rapperzell
24. Juni Harmonie Einsbach (100 Jahre)
1. Juli Schützenlust Tandern (75 Jahre)
8. Juli Freiglück Schwabhausen (75 J)
15. Juli Römerschützen Sittenbach (10 J)
Die Weihe der Fahne von Eichenlaub Kiemertshofen (60 Jahre) war am 7. Juli 1985 mit unserer Beteiligung angesagt.
Direkt anschließend wurde vom 12. bis 14. Juli das 60-jährige Gründungsfest der Edelweiß Schützen in Altomünster gefeiert. Wir haben auf Anfrage von Johann Buxeder sehr gern die Patenschaft übernommen. Sowohl für die Schützendamen (in rot) als auch für die Festmädchen (in blau) wurde neue Kleidung ausgewählt. Unsere Festmädchen waren:
Johanna Goldstein,
Petra Heimpel,
Monika Schlosser,
Renate Rascher,
Gitti Hamberger und
Christine Braun.
Die Beschaffung der Kleidung für die holde Weiblichkeit war kein Problem; sehr wohl aber die Herrenhemden und Krawatten. Die 45 Hemden wurden nach 9 Monaten Bestellzeit auf drei Mal geliefert, die Krawatten kamen in vier verschiedenen Farben. Nach einer Rückfrage bei Dirndl-Lieferanten Ilona Dirndl konnte auch dieses Problem gelöst werden. Das dreitägige Fest wurde in der Festhalle an der Halmsrieder Straße (Rassn) abgehalten. Die Halle wurde von Andreas Mayr zur Verfügung gestellt. Am ersten Tag waren der Jubiläumsverein und der Patenverein, also wir, unter sich. Nach der Begrüßung und der Übergabe der Erinnerungsgeschenke erfolgte der Bieranstich. Es wurde ein gemütlicher Abend, an dem die Sorgen der Vorbereitung vergessen waren.
Der Samstag war mit Heimatabend überschrieben. Leider konnte sich die staade Musik unter der Leitung von Hermann Well in der Festhalle nicht richtig in Szene setzen; die anschließende Blaskapelle Altomünster und die Wollomooser Goaßlschnoizer hatten damit kein Problem.
Am Sonntag wurden dann nach dem Gottesdienst mit Pfarrer Wolf Bachbauer die Fahnenbänder überreicht. Alle Teilnehmer an dieser Zeremonie waren sehr überrascht, da sich der Pfarrer weigerte, den Bändern den kirchlichen Segen zu geben. Am anschließenden Festzug zur Festhalle haben sich 42 Vereine, davon 82 Zeitlbecker Gemütlichkeitsschützen, beteiligt. Zuschauer waren deutlich weniger anwesend. Immerhin schauten einige Altomünsterer aus den Fenstern zu.
Die Woche drauf beteiligten wir uns an der Fahnenweihe der Pipinsgilde Pipinsried.
Die Gaufrühjahrsversammlung am 18. April 1986 erbrachte eine neue Vorstandschaft. Georg Gschwendtner wollte sein Amt nach 17 Jahren aufopferungsvoller Tätigkeit für den Gau zurückgeben. Die Wahl erbrachte folgendes Ergebnis:
1.Gauschützenmeister Michael Heitmeir
2.Gauschützenmeister Hans Buxeder
3.Gauschützenmeister Ludwig Kraut
Gausportleiter Ulli Mühlberger
Kassier Matthias Münch
Schriftführer Josef Setzmüller.
1986 wurden wieder vier Teilnahmen der Gemütlichkeit an Gründungsfesten und Fahnenweihen vereinbart:
- 30. Juni Glück Niederdorf
- 6. Juli Bogenschützen Sittenbach
- 13. Juli Edelweiß Rieden
- 20. Juli Eichenlaub Walkertshofen
1. November 1986: Nach zwei Stunden zäher Verhandlungen in der Generalversammlung der Gemütlichkeit
Oberzeitlbach konnte eine neue Vorstandschaft gefunden werden:
1.Vorsitzender Josef Rascher
2.Vorsitzender Karl Strasser
Kassier Michael Gailer jun.
2.Kassier Johann Stumpferl
Schriftführer Roswitha Obeser
Sportwart Albert Schlosser
Sportleiter Robert Obeser
2.Sportleiter Josef Pettinger jun.
Zeugwart Georg Gattinger
Jugendleiter NN
2. Jugendleiter NN
Fahnenträger Manfred Sedlmayr
und Franz Asam
Fahnenbegleiter Josef Bichl, Josef Pettinger, Georg Haas und Johann Stumpferl
Kassenprüfer Albert Haas und Franz Heimpel
Die Edelweiß-Schützen aus Altomünster veranstalteten Anfang Dezember zum vierten Mal ein Hallenfußballturnier, bei dem die Gemütlichkeit Oberzeitlbach den zweiten Platz erringen konnte. Sie können auch Fußball spielen. Meistens spielten für die Gemütlichkeit Josef Pettinger, Josef Rascher jun, Helmut Lechner, Anton, Robert und Thomas Höchtl, Georg Keller und Johann Brandmair, Johann Schmaus und Hans Lutter.
Erstmals wurde am 2. Juli 1987 um die Würde eines Marktschützenkönigs geschossen. Beteiligt waren dabei alle Schützenvereine der Gemeinde Altomünster und Kleinberghofen. Ausgelobt hat diesen Wettbewerb die Marktsparkasse Altomünster als Unterstützung der Schützenvereine. Es wurde das beste Blattl gewertet. Am Ende der Veranstaltung gab es für jeden Teilnehmer eine Brotzeit und Freibier. Die Preisverteilung erfolgte am 4. Juli beim Marktfest. Erster Marktschützenkönig wurde Josef Kranzberger von der Lindenblüte Wollomoos. Zu gewinnen gab es ein neues Luftgewehr für seinen Verein. Zusätzlich erhielt jeder der 21 Jung- und Schützenkönige einen Maria-Theresia-Taler als Erinnerung.
Zwei Monate später, am 29. August, wurde in der neuen Halle von Thomas Gröppmair durch den Verein ein Hallenfest mit der Showband Paper Sun veranstaltet.
Am 2. September war dann der Vereinsausflug an den Königssee dran. Gemeinsam mit der Sportgemeinschaft Oberzeitlbach war es ein schöner und erfüllter Tag.
Auf der Weihnachtsfeier im Dezember 1987 durfte der Jungschützenkönig Michael Koppold zum ersten Mal die neu angelegte Kette der Jungschützen tragen. Den Titel in der Schützenklasse sicherte sich Franz Schlosser.
Das auch im Dezember ausgetragene fünfte Hallenfußballturnier konnte bei acht Teilnehmern überaus erfolgreich mit einem ersten Platz abgeschlossen werden.
1988 war mit einem neuen Maibaum, dem 80 jährigen Geburtstag der Wirtin Magdalena Gattinger, der Fahnenweihe bei Eintracht Hohenzell, einem weiteren Hallenfest beim Schiajakl und dem fünfundachtzigsten Geburtstag vom Wirt Johann Gattinger ein überaus ausgefülltes Jahr. Zusätzlich wurde der vorher auf fünf reduzierte Schießstand um den sechsten Stand erweitert.
Zum ersten Mal wurde das Er-und-Sie-Schießen am 18. März 1989 ausgetragen. Dabei werden Paare, möglichst Weiblein und Männlein, ausgelost. Geschossen wird auf sogenannte Glücksscheiben; das heißt, der Schütze kennt sein Ergebnis bis zur Siegerehrung nicht. Es kann durchaus sein, dass ein Feld mit minus zehn oder 20 Punkte getroffen wird. Jeder Teilnehmer erhält ein kleines süßes Teilchen, so dass keiner mit leeren Händen nach Hause gehen muss. Die Serie ist im Verein sehr beliebt und läuft heute noch. Das Taferl sollte erweitert und vervollständigt werden.
Der Aufstieg im Rundenwettkampf in die Gauliga war der ersten Mannschaft schon Einiges wert. Im Rahmen des alljährlichen Hallenfestes ging vom 14. bis zum 15. Juli 1989 die Post ab. Michael Gailer hat eine Sau gestiftet und alle halfen beim Essen. Aber auch alles andere wurde wieder selbstredend zusammen organisiert und aufgebaut. Die Sportgemeinschaft war auch bei der Finanzierung mit dabei. Der Blumenschmuck wurde vom Gärtner Josef Bichl gestellt.
Die Wirtsleute Johann und Magdalena Gattinger haben sich im Herbst 1989 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Seit der Gründung 1921 hat der Verein seine Herberge im Gasthaus Gattinger. Die Weiterentwicklung der Schießstände, ausgehend vom Schießen im Gastraum über die Ausbauten vom Keller über den Eiskeller bis zum Umbau des Saales für das Gauschießen, alles war nur mit der Zustimmung der Wirtsleute möglich. Wir wurden bei unseren Veranstaltungen immer zur allgemeinen Zufriedenheit bewirtet. Vielen Dank dafür! Mal sehen, wie es mit dem neuen Pächter Helmund weitergeht.
Die Schießsaison wurde 1990 nicht wie üblich im Gasthaus Gattinger beendet. Nachdem es etliche Unstimmigkeiten mit dem neuen Wirt gegeben hat (Jagdgenossenschaft, Veteranen) wollte die Vorstandschaft kein Risiko eingehen, und hat die Versammlung zum Betz in die Halle verlegt. Die Damenwelt (Resi Rascher, Gertraud Strasser, Rosi Schlosser, Leni Gailer und Leni Pettinger) hat die Bedienung der Gäste organisiert, und der Wirts Schorsch machte den Schankkellner. Der frischgewählte neue Bürgermeister Konrad Wagner war auch mit dabei.
Bei der Jahreshauptversammlung im November 1990 ist mit einem neuen Wirt wieder die alte Ordnung eingekehrt. Der einzige erwähnenswerte Punkt waren die Ausgaben von 3035,16 DM für den neuen Tanzboden. Die Kosten hat man sich mit den Burschen geteilt.
Wieder gab es zwei Fahnenweihen. Eine am 23.06.91 in Unterweikertshofen und am 30.Juni in Gumpersdorf. Alles bei strahlendem Wetter. Auch das Hallenfest die Woche drauf war ein voller Erfolg.
Im September 1991 konnte der Verein das 70-jährige Gründungsjubiläum feiern. Dabei wurde vom 14. bis 22. September ein vereinsinternes Preisschießen mit sehr schönen Preisen abgehalten. Der Festabend mit Preisverteilung fand am Samstag, dem 21. September, statt. Insgesamt 87 Schützen haben sich daran beteiligt und mehr als 250 Blattl abgegeben. Als geladene Gäste gaben sich der Bürgermeister Konrad Wagner, der Gauschützenmeister Michael Heitmeir und der Ehrengauschützenmeister Georg Gschwendtner die Ehre. Die Ehrenmitglieder Johann Gattinger und Josef Seidenschwarz sen waren selbstverständlich im voll besetzten Saal vom Gasthaus Gattinger auch dabei.
Esist auch viel geehrt worden: langjährige Mitglieder, Verdiente Mitglieder und nicht zuletzt die Sieger des Jubiläums- und Preisschießens. Die Jubiläumsscheibe wurde von Johann Gailer mit einem 17,6 Teiler gewonnen.
Das Preisschießen gewann Albert Schlosser mit einem 4,5 Teiler. Der Lohn war ein wunderschönes Mountainbike.
Für die Ringbesten gab es Pokale: Michael Gailer (Schützen) Sofie Gailer (Damen) und Johann Lutter (Jugend). Die Feier wurde am Sonntag mit einem Festzug, anschließendem Dankgottesdienst mit Gedenken der Verstorbenen beim Kriegerdenkmal und einem gemeinsamem Weißwurstfrühstück abgeschlossen.
1991 wurden im Oktober die „600 Jahre Markterhebung und 600 Jahre Heiligsprechung der Hl. Birgitta“ mit zwei historisch gefärbten Markttagen gefeiert. Von der Dorfgemeinschaft (Schützen, FFW und Tennis) wurde der Themenbereich der Imker, getreu der Namensherkunft der „Zeidler“ wie früher die Imker genannt wurden, dargestellt. Um sich Grundkenntnisse in der Imkerei anzueignen, wurde das Imkereimuseum in Feucht besucht. Mit einem geliehenem Holzbackofen, diversen Gerätschaften und extra angefertigter historischer Kleidung stellte man alles rund um die Imkerei dar. Es wurden selbstgebackene Honig-lebkuchen und Speckfladen angeboten, sowie der selbstkreierte Zeitler-Tee. Der Aufwand hat sich mehr als gelohnt. Nicht nur finanziell; der Markt hat sich grandios dargestellt. Und wir haben unseren Teil dazu beigetragen.
Seit 1992, nunmehr also seit fast 30 Jahren, findet in wechselnden Lokalitäten der elf teilnehmenden Vereine die Preisverteilung des Gemeindepokals statt. Die Gemeinde lässt sich da nicht lumpen! Es gibt immer schöne Pokale, Münzen und Urkunden zu gewinnen. Im ersten Jahr ist der Pokal von der Alpenrose Unterzeitlbach gewonnen worden. Aber direkt anschließend 1993 (beste Schützen Sandra Schneller und Hans Gailer) konnte die Gemütlichkeit Oberzeitlbach die besten Schützen stellen. Schließlich wurde ja „zu Hause“ geschossen. Auch 1995, mit den meisten Schützen am Stand (beste Schützen Veronika Münch und Robert Wagner), und 2000 (beste Schützen waren Rosa Lechner und Erwin Goldstein) konnte dies wiederholt werden. Aktuell ist es trotz regelmäßiger Beteiligung etwas ruhiger mit dem Gewinnen.
Die Arbeit der Sportleiter, vor allem von Jugendsportleiter Albert Hamberger trägt unübersehbar Früchte. Sowohl bei der Gaumeisterschaft als auch beim Jugendpreisschießen 1992 hat sich unser Jugend- und Schülerbereich besonders hervorgetan. Viele erste Plätze als Mannschaft und in den Einzelergebnissen zeugen vom Erfolg.
Am Bezirksmusikfest (5. Juli 1992) in Altomünster hat sich der Verein mit einer Abordnung beteiligt.
Das Hallenfußballturnier am 27. Februar 1993 konnte nach einem dramatischen Finale, das mit 1:1 Toren endete, nach dem Elfmeterschießen mit 2:1 gewonnen werden.
Im Februar 1993 ergab es sich, dass der Stall des Gasthauses Gattinger frei wurde. Die Gelegenheit war günstig. Es ergibt sich nicht alle Tage, dass ein neuer Schießstand eingebaut werden kann. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 28. Februar 1993 wurden zwei weitreichende Beschlüsse gefasst:
- Schießstandbau
- Einheitliche Kleidung der Schützen
Im August waren dann bereits die Baupläne zum Baugenehmigungsverfahren fertig und wurden bei der Gemeinde eingereicht. Die Genehmigung kam dann im Februar 94, nach Intervention vom Bürgermeister Konrad Wagner, dann endlich doch noch. Die Zuschussanträge beim BSSB, bei der Gemeinde und beim Landkreis wurden gestellt; der vorzeitige Baubeginn wurde am 7. Mai 94 vom BSSB erteilt. Es begannen die Umbruch- und Bauarbeiten. Es war viel Arbeit, die von den Mitgliedern der FFW und des Schützenvereins zu leisten waren. Die Wände wurden entfeuchtet und neu verputzt, die Decken durch Stahlträger verstärkt und der Dachstuhl wurde ausgebessert. Strom und Wasser musste neu verlegt werden, Fenster und Türen waren einzubauen. Nicht zu vergessen die abschließenden Arbeiten in den jeweiligen Räumen, um diese auch benutzbar zu machen. Aber der Tatendrang war ungebrochen. Dank der vielen Helfer, die ca. 6000 Stunden freiwillig für die Bauarbeiten geopfert haben, konnten der Schützenheimbau und die Unterkunft der Feuerwehr in kürzester Zeit fertiggestellt werden. Die Zusammenarbeit aller Bürger, egal welcher Vereine, war wieder sprichwörtlich. Das zeigte sich auch in den wechselseitigen Besetzungen der Vorstandsämter bei der FFW und dem Schützenverein. Im Januar 1995 wurde zum ersten Mal geschossen. Die große Einweihungsfeier mit zahlreichen Ehrengästen und fast allen Mitgliedern von Feuerwehr und Schützenverein fand am 21. Mai 1995 statt. Besonders erwähnenswert ist die Kostenübernahme der kompletten Einbauten im Schützenstüberl durch die Fa. Maierbräu. Die die Elektromontage übernahm die Fa. Lappberger.
Die Einkleidung mit der neuen Schützenkleidung (Sakko, Hemd, Binder und Hut), bezogen von der Fa. Burkhard in Aichach, konnte diesmal problemlos über die Bühne gebracht werden.
Zum 125 jährigen Gründungsfest lud am 24. Juli der „Schützenverein Gemütlichkeit Altomünster e.V.“ zu einem Stelldichein alle Vereine des Gaues ein. Am Freitag und Samstag wurde das Fest mit einem Jubiläumsschießen mit 20 Schuss auf Blattl eingeleitet. Die Preisverteilung erfolgte nach dem Umzug durch den Markt. Josef Bichl gewann mit dem dritten Platz eine schöne Schützenscheibe.
In Pipinsried wurde ein Sommerbiathlon ausgetragen. Die Gemütlichkeit Oberzeitlbach belegte mit neun Teilnehmern bei der Meistbeteiligung den dritten Platz.
Für das erstmalig im Dezember 1993 durchgeführte Nikolausschießen wurden mit allerlei Süßigkeiten und Obst gefüllte Säckchen mit einem Bindfaden mittig an der Schießscheibe befestigt. Mit dem erfolgreichen Durchschießen des Fadens konnte der Schütze sich den Inhalt schmecken lassen.
Die Hochzeitsscheibe von Petra und Albert Haas wurde auch im Dezember 1993 ausgeschossen. Gewonnen hat sie Sandra Schneller mit einem 31,4 Teiler.
Zusätzlich zur Weihnachtsfeier 1993 wurde neben dem üblichen Programm mit der Proklamation der Schützenkönige, einem besinnlichen Teil, einer Verlosung und der anschließenden Versteigerung die von Jakob Lindmeyr sen. gestifteten Geburtstagsscheibe an den glücklichen Gewinner Manfred Loibl übergeben.
Der Schützenverein Gemütlichkeit Oberzeitlbach nahm Abschied von seiner langjährigen, am 8. März 1994 verstorbenen, Wirtin Magdalena Gattinger. Mehr als fünfzig Jahre war sie unsere allseits beliebte Wirtin und Herbergsmutter. Sie wird uns in guter Erinnerung bleiben.
Beim Jugendpreisschießen am 1.Oktober 1994 konnte unser Verein mit siebzehn Teilnehmern die Meistbeteiligung gewinnen.
Am 15.Oktober 1994 fand der Gauschützenball des Gaues Altomünster im Kapplerbräusaal statt. „Wenn man viele Schützenkönige auf einmal sehen will, muss man dieses Fest besuchen“ war der Werbeslogan vom Gauschützenmeister Johann Buxeder.
Am 17.Oktober 1994 wurde das Vereinspokalschießen erstmalig durchgeführt. Bei diesem Wettkampf werden die Sieger, in ihren jeweiligen Schützenklassen, im K.O.-System ermittelt. Dieser Wettbewerb hat sich bis heute etabliert.
Bei der Weihnachtsfeier am 10.Dezember 1994 wurde die von Angela und Manfred Loibl ausgelobte Hochzeitsscheibe an die glückliche Siegerin Rosa Lechner übergeben.
Bei den Neuwahlen zur Jahreshauptversammlung am 08.01.1995 gab es nach acht Jahren unveränderter Vorstandschaft folgende Ergebnisse:
1.Vorsitzender Josef Pettinger jun.
2.Vorsitzender Josef Rascher
Schriftführer Manfred Loibl
Kassier Sofie Gailer
Sportleiter Leonhard Knoll
1.Jugendsportleiter Albert Hamberger
2.Jugendsportleiter Erwin Goldstein
Sportwart Albert Schlosser
Zeugwart Georg Gattinger
Beisitzer Leni Gailer
Fahnenträger Josef Betz jun.
Fahnenbegleiter Jakob Lindmeyr, Franz Schlosser
Ersatz Josef Frimmer, Johann Brandmair jun., Johann Gailer, Robert Obeser
Kassenprüfer Albert Haas sen., Franz Heimpel
Beim Freundschaftsschießen im November 1996 gegen Jagerblut Inchenhofen wurde uns vom Schützenmeister Leo Hundseder eine Erinnerungskerze übergeben. Das Schießen, ausgetragen an unserem Stand mit insgesamt 53 Schützen, konnte leider nicht gewonnen werden. Zum Vergleich wurden die drei besten Schützen mit jeweils vier Serien herangezogen. Das Ergebnis war mit 1104 zu 1087 Ringen leider nicht zu unseren Gunsten ausgefallen.
1996 beteiligte sich der Verein erstmals mit einem Stand am Christkindlmarkt in Altomünster. Es wurden verschiedene Honigerzeugnisse, wie Zeitlerlebkuchen und Zeitlertee, angeboten. Für die Lebkuchen wurde 1997 extra ein neuer Holzbackofen angeschafft. Diese Investition hat sich sicherlich bewährt.
Der Schützengau Altomünster feierte im Juni 1997 sein 75-jähriges Gründungsfest. Beteiligt waren die 23 Mitgliedsvereine und 13 Schützengesellschaften aus den Gauen Aichach, Dachau und Schrobenhausen. Abgeschlossen wurde der Tag nach dem Mittagessen, den Festreden und dem Umzug, mit einem Böllerschießen.
1997 beteiligte sich unser Verein an den nächsten historischen Markttagen, die anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Birgittenkloster“ abgehalten wurden. Unser Beitrag wurde zusammen mit der Feuerwehr und der Sportgemeinschaft organisiert und durchgeführt. Diese Markttage gestalteten sich ähnlich wie schon 1991. Da die Utensilien zum großen Teil noch vorhanden waren, war der Aufwand nicht mehr ganz so groß. Einzig der neu gekaufte Lebkuchenofen schlug deutlich zu Buche. Wie schon 1991 hat Simon Stich das Wachsziehen übernommen. Es waren zwei erfolgreiche Tage.
Das erste 45er-Schießen fand im Oktober 1997 bei der Randelia Randelsried statt, und Josef Rascher konnte mit 161 Punkten den hervorragenden zweiten Platz erringen. Die Gauscheibe hat Michael Heitmeir gewonnen. Mit einer Pistole aus unserem Bestand. Also, am Material kann’s nicht liegen.
Das Sparkassenpokalschießen im Oktober 1997 auf unserer Anlage haben wir zwar mit unserer Anwesenheit dominiert, aber leider war uns das Losglück nicht hold.
Beim Freundschaftsschießen gegen Jagerblut Inchenhofen mussten wir ganz knapp eine Niederlage hinnehmen.
Auf der Jahreshauptversammlung 1997 konnte über zwei besondere Gaurekorde berichtet werden. Dabei waren Andrea Loibl und Adrian Biasizzo in ihren Klassen die Besten im Gau. Im Nachhinein muss man feststellen, dass dies die Zeit war, in der der Verein besonders gute Ergebnisse im Nachwuchsbereich vorweisen konnte. An was das wohl gelegen hatte?
Der Schützenverein Gemütlichkeit Oberzeitlbach nahm Abschied von seinem am 04. April 1998 verstorbenen langjährigen Ehrenmitglied Josef Seidenschwarz sen. Er war seit 1925 Mitglied, und damit 72 Jahre dem Verein treu verbunden. Von 1929 bis 1933 war er Schützenmeister. Nach seiner Heimkehr aus dem Krieg war er von 1951, also ein Jahr nach der Wiedergründung, bis 1956 wieder Schützenmeister. Gauschützenkönig war er 1953. Schützenkönig im Verein 1962. 1977 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Das Protektorabzeichen in Gold war nur eine von seinen vielen Ehrungen.
Im Sommer 1998 veranstaltete der Verein erstmals ein Dorffest, das sehr gut angenommen wurde und seither ein fester Bestand des Vereinslebens ist. Der Ablauf ist immer der gleiche. Nach dem Gottesdienst gibt’s im Fischer-Hof der Familie Keller erstmal was zum Essen und zum Trinken. Am Nachmittag wird dann Kuchen und Kaffee aufgetischt. Von allen Seiten werden die Kuchen als Spende für den Verein von den Dörflern kostenlos zur Verfügung gestellt. Und die sind wirklich gut. Wer es irgend möglich machen kann, ist mit dabei. Immer ist auch der Bierlieferant Maierbräu mit von der Partie. Seitdem das Vordach des Fischerhofstadl mit einer genialen Konstruktion von Josef Rascher verlängert wird, spielt das Wetter nicht mehr die ganz große Rolle. Nur für die Kinder und die Hüpfburg ist das Wetter maßgeblich wichtig.
In der Zeit von 1998 bis 2005 hat Oberzeitlbach den Schützenverein Eichenlaub Kiemertshofen beherbergt, bis dieser sein neues Gemeinschaftshaus errichtet hatte.
Seit 25 Jahren wird der Damenwettkampf im Gau Altomünster durchgeführt. Die Gaudamenleiterin Gerda Schmacht hatte am 9. Oktober 1999 zu einem gemütlichen Nachmittag in unseren neuen Stand eingeladen. Geehrt wurden unter anderen Rosa Lechner-Pettinger für 24 Jahre und Leni Gailer für 20 Jahre Teilnahme an diesem Wettbewerb.
Bei der Jahreshauptversammlung am 31.Oktober 1999 wurde nicht nur die von Michael Gailer sen zum 80.sten Geburtstag gestiftete Scheibe an den Sieger Albert Schlosser, sondern auch die von Simon Scharl zum 70.sten Geburtstag an Leni Gailer übergeben. Dieser Tag war auch der letzte Tag der Wirtsleute Helena und Ivan. Die beiden Schützenmeister Manfred Loibl und Josef Rascher bedankten sich für sieben Jahre der freundschaftlichen Bewirtung. Geehrt wurden auch für ihre neuen Gaurekorde Sophie Gailer beim Zimmerstutzen und Patrik Schmid bei der Luftpistole.
Was lag näher, als am ersten Januar 2000 ein Millennium-Schießen durchzuführen? Mit den vereinseigenen Waffen wurde auf ein Kuvert geschossen, in dem eine Karte steckt. Auf dieser Karte war etliche Male 2000 aufgedruckt. Diese Zahl galt es so oft wie möglich zu treffen. Die ersten drei Schützen, Thomas Wagner, Sofie Gailer und Manfred Loibl bekamen je eine Medaille.
Zu seinem 75sten Gründungsjubiläum hat uns unser Patenverein „Edelweiß Altomünster“ im Februar 2000 in den Kapplersaal eingeladen.
Beim 48. Gauschießen im Mai 2000, ausgetragen in Unterzeitlbach, nahmen 454 Schützen teil, davon 38 Teilnehmer aus unserem Verein. Als Gauschützenkönig konnte sich Josef Obeser (Lindenblüte Wollomoos) mit einem 1,5-Teiler feiern lassen.
Nachdem wir seit dem Frühjahr 2000 keinen Wirt mehr hatten, wurde die Bewirtung der Jahreshauptversammlung im Schützenheim durchgeführt. Dafür wurde extra eine Küchenzeile mit Kühlschrank und Spülmaschine angeschafft. Leider kamen von den derzeit 202 Mitgliedern nur 24 zu dieser Versammlung mit Neuwahlen. Vor allem die jüngeren Mitglieder und die Jugend waren überhaupt nicht vertreten, was natürlich sehr schade war. Sie sind die Zukunft unseres Vereins. Bei der Neuwahl konnten trotz längerer Diskussion die Aufgaben für den Sportleiter wieder nicht vergeben werden. Jakob Lindmeyr hat sich bereit erklärt die Aufgaben des 2. Vorsitzenden zu übernehmen. Josef Rascher wollte aus der aktiven Verantwortung entlassen werden, und wurde als Beisitzer neu gewählt.
Die neue Vorstandschaft sieht demnach so aus:
1.Vorsitzender Manfred Loibl
2.Vorsitzender Jakob Lindmeyr (neu)
Schriftführer Anneliese Lindmeyr
Kassier Sofie Gailer
Sportleiter nicht besetzt
Jugendsportleiter Albert Hamberger
Sportwart Erwin Goldstein
Zeugwart Georg Gattinger
Beisitzer Leni Gailer, Josef Rascher (neu)
Fahnenträger Rudolf Partsch und Josef Betz j
Fahnenbegleiter Franz Schlosser, Josef Bichl jun. (neu)
Ersatz Josef Frimmer, Johann Brandmair jun., Johann Gailer, Robert Obeser
Kassenprüfer Albert Haas sen., Franz Heimpel
Die Weihnachtsfeier 2000 war von unserer „Wirtschaftsmisere“ geprägt.
Der Wirt in Langengern wollte erst unsere Wirtschaft parallel zu der in Langengern mitbetreiben. Dafür wurde auch extra eine neue Kühlung in unseren alten Schießstand, im Eiskeller, eingebaut. Den Maierbräu in Altomünster wollte er auch noch übernehmen. Dieses Nebeneinander hat sich als nicht praktikabel zerschlagen. Hans Neumaier hat mit der Wirtschaft in Oberzeitlbach wieder aufgehört; wir sind wieder auf uns selbst angewiesen. Wieder haben alle zusammen gehalten! Der besinnliche Teil wurde vom „Ensemble Akzept“ unter der Leitung von Wolfgang Schmiedl gestaltet, und Peter Kreppold trug lustige und besinnliche Gedichte und Geschichten vor. Der Losverkauf und die Versteigerung liefen wie immer. Nach der Königsproklamation waren alle zufrieden gestellt. Zum Frühjahr gab‘s dann mit dem neuen Wirt Vasilis den Schützenball wieder in gewohnter Umgebung im Saal.
Auf der Gaumeisterschaft im März 2001 konnte sich im Besonderen Albert Schlosser mit den ersten Plätzen bei den Senioren LG und beim Zimmerstutzen hervortun.
Eine besondere Ehrung wurde beim Endschießen Josef Rascher, Leonhard Knoll und Josef Pettinger zuteil. Alle drei wurden für ihren Einsatz mit dem Erinnerungskrug des Vereins ausgezeichnet.
Albert Schlosser war beim 49. Gauschießen in Gumpersdorf mit einem ersten Platz bei der Meisterscheibe Senioren wieder sehr erfolgreich.
Im Juli 2001 beteiligten wir uns am 50-jährigen Gründungsfest des Schützen-vereins Adelzhausen.
Das 80-jährige Bestehen des Vereins wurde im Jahre 2001 (29.09.2001) mit einer internen Feier und einem Preisschießen begangen. 55 Mitglieder nahmen am Jubiläumsschießen teil. Mit einem 80,2 Teiler hatte Leo Knoll das Blattl, das der Vorgabe „80 Teiler“ am nächsten kam. Bei der Feier war neben Bürgermeister Konrad Wagner auch Ehrengauschützenmeister Georg Gschwendtner anwesend. Beide überbrachten kleine Geschenke.
Beim Schützenball 2002 war neben unseren Schützenkönigen auch der König von Eichenlaub Kiemertshofen Josef Kopp mit seiner Liesl Marietta mit dabei.
Immer wieder konnte sich Albert Schlosser bei den Gaumeisterschaften in Szene setzen: Zimmerstutzen Senioren erster Platz. Nachdem auch bei den anderen Klassen in der Zimmerstutzenwertung sehr gute Ergebnisse erzielt wurden, konnte Oberzeitlbach in der Mannschaftswertung einen ersten Platz erringen.
Als besonders erwähnenswert wird der Umstand erachtet, dass der Erlös aus dem Dorffest 2002 zur Gänze für den Erwerb der Spielgeräte auf dem neuen Kinderspielplatz zur Verfügung gestellt wurde.
So wie 2002 hat das Vereinsjahr noch nie begonnen: Drei Mannschaften beim Rundenwettkampf auf Platz eins! Die Dritte auf Platz zwei! Die ersten beiden Mannschaften auch noch mit 10:0 Punkten. Wie wird das im April ausgehen?
- Mannschaft I : Manfred Loibl, Leo Knoll, Josef Bichl, Günter Lutter jun.
- Mannschaft II : Sofie Gailer, Veronika Münch, Johann Gailer, Michael Gailer
- Mannschaft III : Leni Gailer, Rosa Lechner, Josef Pettinger, Albert Schlosser
- Mannschaft IV: Anneliese Lindmeyr, Sabine Schneller, Jakob Lindmeyr, Robert Obeser, Josef Glas
Zur Jahreshauptversammlung 2002 hat sich bei den Wahlen Robert Obeser bereit erklärt, das Amt des Sportleiters zu übernehmen. Er wurde auch prompt gewählt. Die beiden bisherigen und altgedienten Kassenprüfer wollten aufhören. Josef Seidenschwarz und Josef Pettinger erklärten sich dazu bereit, die Aufgabe zu übernehmen.
Das Freundschaftsschießen mit Einigkeit Karpfhofen im November 2002 endete mit einem knappen Sieg (4988:4520 Ringe) für Karpfhofen. Die Freundschaftsscheibe erinnert uns an die geselligen Stunden.
Bei den Wildmoosschützen Obermauerbach im Juni 2003 konnte bei Kaiserwetter das 100-jährige Bestehen des Schützenvereins (TellSchützen 1903) gefeiert werden.
Das Dorffest wurde heuer am 24. August nicht vom Schützenverein, sondern von der Dorfgemeinschaft organisiert. „Die Zeitlbacher schaffen sich ein Freizeitparadies“ titelten die Zeitungen. „Dass wir heuer hier sein können, ist der absolut gut funktionierenden Dorfgemeinschaft geschuldet“ lobte auch Konrad Wagner. Neben den vielen geleisteten Arbeitsstunden wurden jede Menge Erde (6000 Kubikmeter) bewegt, und ca. 15.000 Euro an Materialkosten ausgegeben. So sind ein toller Kinderspielplatz und ein Fußballfeld, sowohl durch den finanziellen als auch solidarischen Zusammenhalt aller, entstanden.
Im Oktober 2003 beteiligten sich der Verein und die Dorfgemeinschaft wieder an den historischen Markttagen in Altomünster anlässlich „700 Jahre Birgitta von Schweden“. Die Hütten, der Ofen und die „historischen“ Kleider waren noch von den voraus gegangenen Festen vorhanden. Es war „nur“ noch der Rest zu organisieren. Auch wenn es wegen des fehlenden Teigs für die Lebzelter und einer Knetmaschine, die ihren Geist aufgab, zeitweise hektisch wurde, waren es doch schöne Tage die lange in Erinnerung bleiben werden. Zur Nachfeier traf man sich Ende November im Tennisheim.
Im November erfolgte auf Einladung von Johann Zimmerle der freundschaftliche Rückkampf im neuen Schießstand von „Einigkeit Karpfhofen“. Der Schießstand ist erst am 21. September 2003 feierlich eingeweiht worden. Wir konnten zwar wieder das Ergebnis nicht positiv für uns gestalten, aber dafür waren wir die „Mehreren“.
Beim 100 jährigen Jubiläum des Schützenvereins „Tannenbaum Wiedenzhausen“ im September 2004 (gegr. 1904) haben sich wegen des schlechten Wetters nicht so viele Zeitlbecker am Umzug beteiligt.
Mit der Neuwahl im Oktober 2004 wurde das Amt des Sportwarts durch Johann Gail neu besetzt. Sonst blieb bei 26 anwesenden Wahlberechtigten alles wie gehabt. Alle hoffen, dass in Zukunft wieder mehr Mitglieder bei den Veranstaltungen des Vereins anwesend sind.
1.Vorsitzender Manfred Loibl
2.Vorsitzender Jakob Lindmeyr
Kassier Sofie Gailer
Schriftführer Anneliese Lindmeyr
Sportleiter Robert Obeser
Jugendsportleiter Albert Hamberger
Sportwart Johann Gail
Zeugwart Georg Gattinger
Beisitzer Leni Gailer, Josef Rascher
Fahnenträger Rudolf Partsch und J. Betz jun.
Fahnenbegleiter Franz Schlosser, J. Bichl jun.
Ersatz Josef Frimmer, Johann Brandmair jun., Johann Gailer, Robert Obeser
Kassenprüfer Josef Seidenschwarz und Josef Pettinger
Nachdem das neue Vereinsheim in Kiemertshofen bezugsfertig war, wurde am 3. Juni 2005 ein Abschiedsschießen veranstaltet. Sieben Jahre waren die Eichenlaub-Schützen bei uns zu Gast. Von den 60 Schützen waren 32 aus Kiemertshofen. Mit 10 Schuss auf Blattl gab’s kleine Preise. Nach einem kleinen Rückblick der beiden Schützenmeister Josef Hamberger und Manfred Loibl hat man sich mit Erinnerungsgeschenken verabschiedet. „Uns hat es immer hervorragend bei euch gefallen. Es gab nie ein böses Wort, und wir haben uns hier dahoam gefühlt“. Gefeiert wurde trotz oder wegen des Abschieds etwas länger. Die Einweihung war am 25. Juni 2006.
Natürlich beteiligten wir uns auch an diesem sehr schönen Fest zum 100- jährigen Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr in Oberzeitlbach. Man musste halt die Mitglieder beim Umzug mit fast 50 Vereinen aufteilen. Viele sind sowohl als auch Mitglieder. Da wechselt schon mal der Vorsitzende von einem Verein zum Vorsitzenden des anderen Vereins; weil das grad mal so im Dorf gebraucht wird. Alles Weitere zum Fest steht in der Chronik der Feuerwehr von 2005.
Das Dorffest 2005 wurde dem Priesterjubiläum vom „Aushilfspfarrer“ Franz Schumann gewidmet. Auf Wunsch des Pfarrers, wurde von den Pipinsrieder Musikanten die Schubert-Messe intoniert. Der Erlös aus diesem Fest kommt der Neugestaltung des Kirchenvorplatzes, bzw. Zeitlerbrunnen, zu Gute.
Um das Jahr 2005 abzurunden, hat sich der Verein stolz mit Leonhard Knoll als Bezirksschützenkönig des Bezirks Oberbayern schmücken können.
Das 51.ste Gauschießen fand anlässlich der 85-jährigen Gründungsjubiläen Eisenreich Asbach und Randelia Randelsried in Randelsried statt. Mit 42 von 528 Teilnehmern holten wir uns den Preis für die Meistbeteiligung; und damit 50 Liter Bier. In besonders guter Erinnerung wird Bettina Lindmeyr dieses Gauschießen als neue Gaujugendschützenkönigin behalten.
Ein Fest der besonderen Art feierten die Wollomooser am 21. Mai 2006: 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr, 85 Jahre Krieger- und Soldatenverein, 75 Jahre Schützenverein und 20 Jahre Burschenverein. Wir haben uns am Kirchenzug und am Rahmenprogramm beteiligt.
Mit vielen Mitgliedern beteiligten wir uns am 125-jährigen Vereinsjubiläum des Schützenvereins „Freischütz Altomünster“. Der Umzug, bestehend aus 15 Vereinen mit einer Musikkapelle, wurde von sehr wenigen Zuschauern gesäumt.
Zu Beginn der Schießsaison im September 2006 fand anlässlich des 85-jährigen Bestehens des Vereins ein internes Preisschießen statt. Insgesamt 49 Schützen versuchten möglichst nahe an einen 85 Teiler zu kommen. Für die Plätze eins bis dreiundvierzig gab es Preise zu gewinnen die im Vorfeld gesammelt worden waren.
1. Platz Hans Schneller sen.
2. Platz Günter Lutter jun.
3. Platz Michael Pettinger
Die Wahl bei der Jahreshauptversammlung 2006 erbrachte bis auf einen zweiten Jugendsportleiter, Sebastian Krasselt, nichts Neues. Bei dem Punkt Wünsche und Anträge wurde der Vorschlag vorgetragen im oberen Zimmer einen Schrank für Jacken und Gewehre aufzustellen.
Auf der Jahreshauptversammlung 2007 wurde der Antrag gestellt, Josef Rascher zum Ehrenmitglied zu ernennen. Er hat sich nicht nur in Funktionen und Ämtern dem Verein zur Verfügung gestellt, er konnte auch immer wieder für bauliche oder organisatorische Fragen Lösungen anbieten. Die Ehrung wurde dann auf der Weihnachtsfeier vollzogen.
Ebenso wird das Gaukönigschießen 2008 für Manfred Loibl und Martin Knoll unvergesslich bleiben. Beide holten sich den Titel des Gauschützenkönigs. Der Eine bei den Herren, der Andere in der Jugendklasse.
Die Neuwahlen bei der Jahreshaupt-versammlung im November 2008 ergaben Veränderungen auf neun Positionen:
1.Vorsitzender Manfred Loibl
2.Vorsitzender Jakob Lindmeyr
Kassier Sofie Gailer
Schriftführerin Anneliese Lindmeyr
Sportleiter Robert Obeser (neu)
Jugendsportleiter Leo Knoll (neu)
Sportwart ersetzt durch
Waffenwart Albert Schlosser (neu)
Zeugwart Georg Gattinger
Beisitzer Leni Gailer, Martin Pettinger (neu), Peter Kreppold (neu)
Fahnenträger Rudolf Partsch
Fahnenbegleiter Johann Gailer (neu), Korbinian Partsch (neu)
Ersatz Josef Bichl (neu), Johann Schneller (neu)
Kassenprüfer nicht benannt
Unter Punkt Wünsche und Anträge wurde eine Restauration der Fahne angeregt. Der Verweis auf eine Dachundichtigkeit am Zimmerstutzenstand wurde dankbar angenommen.
Da es diverse Differenzen mit dem Wirt Milan gab wurde beschlossen, zukünftig unsere Veranstaltungen im Schießstand abzuhalten. Daraufhin wurde uns damit gedroht, dass keine „ruhigen“ Feiern mehr möglich sein werden. Die Weihnachtsfeier 2008 fand deshalb im schön geschmückten Gemeinschaftshaus in Kiemertshofen statt. Da „grad extra“ alle dabei sein wollten, kamen über 100 Personen. Die musikalische Untermalung übernahm wieder die Dorfjugend.
Der Schützenball 2009 wurde durch gleich vier Königspaare eine besondere Veranstaltung. Das Live-Sound-Team spielte für die Schützenkönigin Resi Stegmeir mit „Lieserer“ Josef, für die Jungschützenkönigin Annemarie Stegmeir mit „Lieserer“ Florian Lindmeyr, für den Gauschützenkönig Manfred Loibl mit „Liesl“ Angela und für den Gaujungschützenkönig Martin Knoll mit „Liesl“ Bettina Lindmeyr auf. Da kein Wirt beim Gattinger da war, wurde alles selber und im Schießstand organisiert. Es muss schön gewesen sein; die Letzten sind um fünf Uhr in der Früh nach Hause gegangen.
Am Faschingsdienstag veranstalteten dreißig Frauen ein traditionelles Faschingskränzchen im Schützenstüberl, das damit gut gefüllt war. Im Nachhinein war von vielen zu hören, dass die Feier sehr gelungen war und nächstes Jahr wiederholt werden soll.
Seit dem Frühjahr 2009 gibt es wieder einen Wirt im Gasthaus Gattinger. Jürgen Fritsch, seit fünfzehn Jahren im Dorf, hat die Wirtschaft übernommen. Zum Endschießen gab es kleinere Turbulenzen. Die Berichte und Ehrungen waren leider nicht vollständig vorbereitet.
Nachdem der Brunnen von 2005 eine Figur, den Zeitler, bekommen hat, wurde am 12. Juli 2009 das Dorffest mit der Einweihungsfeier der Figur durch Pater Norbert verbunden. Dabei konnte auch die Bildhauerin der Figur, Katherina Mooseder, begrüßt werden. Der Erlös des Fests ging an den Kirchenbeirat, um die Renovierung unserer Kirche zu unterstützen.
Im Jahr 2009 wurden die „Barocken Markttage“ gefeiert, anlässlich der „350 Jahre Brauerzunft“, bei denen sich der Verein diesmal im Alleingang beteiligte.
Zur Nachfeier traf man sich wieder im Tennisheim.
Waren es im Jahr 2008 Mutter Resi und Tochter Annemarie Stegmeir, so übernahmen 2009 Vater Jakob und Tochter Bettina Lindmeyr die Würde der Könige bei der Gemütlichkeit Oberzeitlbach. Das Leben schreibt immer wieder tolle Geschichten.
Er war Mentor, Freund und Macher – diese Worte hörte die große Trauergemeinde von fast allen Rednern, welche das Wirken von Georg Gschwendtner würdigten. Im 89. Lebensjahr verstarb er am 3. November 2009 im Krankenhaus Schrobenhausen.
Das vom Gau ausgerichtete Gaukönigsschießen fand im April 2010 in Oberzeitlbach statt. Mit dem Damenkönigstitel durch Sofie Gailer, den Vizekönigtitel beim Luftgewehr durch Johann Gailer und bei der Luftpistole durch Leonhard Knoll konnten wundervolle Erfolge erzielt werden. Fast wären die Gaukönige in einer Familie geblieben.
Die Berichte und Ehrungen beim Endschießen im April 2010 waren dieses Mal gut vorbereitet und konnten fast problemlos über die Bühne gebracht werden.
Auch 2010 wurde im üblichen Rahmen ein Dorffest veranstaltet. Gleichzeitig mit dem Dorffest 2011 fand ein Dankgottesdienst zum Abschluss der Kirchenrenovierung statt. Mit einem Sketch von Marianne Beer, Resi Stegmeir und Josef Stegmeir jun. wurde Pfarrer Norbert Rasim verabschiedet. Alle haben gelacht; auch der Herr Pfarrer.
Die Neuwahlen am letzten Oktobertag 2010 erbrachten folgende Ergebnisse:
1.Vorsitzender Manfred Loibl
2.Vorsitzender Leo Knoll (neu)
Kassier Sofie Gailer
Schriftführer Annemarie Stegmeir (neu)
Sportleiter Martin Knoll (neu)
Jugendsportleiter Albert Hamberger (neu)Sportwart nicht besetzt
Waffenwart Albert Schlosser
Zeugwart Georg Gattinger
Beisitzer Martin Pettinger, Peter Kreppold, Michael Gailer, Josef Stegmeir sen.
Fahnenträger Rudolf Partsch
Fahnenbegleiter Johann Gailer, Korbinian Partsch
Kassenprüfer Josef Pettinger, Rudolf Partsch (neu)
Dem Antrag den Jahresvereinsbeitrag auf 35 € zu erhöhen, wurde zugestimmt. Die Christbäume für die Versteigerung auf der Weihnachtsfeier kommen die nächsten zwei Jahre aus den Wäldern der Familie Stegmeir.
Auf sein 90-jähriges Bestehen konnte der Verein 2011 zurückblicken, das wiederum mit einem internen Preisschießen (15.Oktober 2011) und einem abschließenden Fest im Gasthaus Gattinger gefeiert wurde. Schützenmeister Manfred Loibl konnte 48 Mitglieder begrüßen. Es gab schöne Sach- und Geldpreise zu gewinnen, welche von den benachbarten Vereinen und umliegenden Firmen gestiftet wurden. Zweite Gauschützenmeisterin Hildegard Hammerschmitt überbrachte die Glückwünsche vom Gau.
Als besonderes Schmankerl konnte eine Jubiläumsscheibe gewonnen werden. Gestiftet wurde die Scheibe vom Ehrenmitglied Josef Rascher anlässlich seines 70sten Geburtstages. Dem geforderten 90-Teiler kam Martin Knoll mit einem 88,75-Teiler am nächsten.
Mit einem gemütlichen Abend, getreu dem Namen, ging die Feier zu Ende. Beim Preisschießen, mit einem Gutschein über 200 Euro, gewann Florian Lindmeyr mit einem 10,17-Teiler als bestes Blattl insgesamt den Hauptgewinn.
Bei der Jahreshauptversammlung am 30. Oktober 2011 wurde zum wiederholten Male die dringend notwendige Restauration der Vereinsfahne angesprochen, es wurde aber kein Beschluss gefasst.
Alle Wettkämpfe für „Gemütlichkeit Oberzeitlbach 1“. Mit einem Schnitt von 1496,3 Ringen hat die erste Mannschaft im RWK 2011/2012 ungeschlagen die Gauliga beendet. Mit Annemarie Stegmeir, Martin Knoll, Günter Lutter und Alexander Obeser war diese Mannschaft sensationeller Aufsteiger in die Gauoberliga.
Nach langer Zeit waren wir wieder mal auf einem Gründungsfest unterwegs. Die Landschützen in Großberghofen feierten am 08. Juli 2012 ihr 100 jähriges Bestehen. Nach dem Weißwurstfrühstück und dem anschließenden Gottesdienst gab es nach dem Mittagessen noch Kaffee und Kuchen.
Eine Woche nach Großberghofen feierte am 15. Juli der TSV Altomünster sein 100 jähriges Gründungsfest.
Die Wahlen in der Jahreshaupt-versammlung am 31. Oktober 2012 verdeutlichen eine Neuorientierung
1.Vorsitzender Manfred Loibl
2.Vorsitzender Leo Knoll
Kassier Annemarie Stegmeir (neu)
2. Kassier Josef Stegmeir jun. (neu)
Schriftführer Peter Kreppold (neu)
Sportleiter Martin Knoll
Jugendsportleiter Albert Hamberger
Sportwart nicht besetzt
Waffenwart Albert Schlosser
Zeugwart Georg Gattinger
Beisitzer Martin Pettinger, Michael Gailer, Josef Stegmeir sen., Sofie Gailer (neu)
Fahnenträger Rudolf Partsch
Fahnenbegleiter Johann Gailer, Korbinian Partsch
Kassenprüfer Josef Pettinger, Rudolf Partsch
Unter Punkt „Wünsche und Anträge“ wurde angeregt, die EDV und die Homepage besser zu pflegen. Außerdem wurde der Wunsch geäußert, das Aufgelegt-Schießen vereinsseitig zu unterstützen.
Auf dem Christkindlmarkt im Dezember 2012 kamen erstmalig die neuen Weihnachtsbuden zum Einsatz. Die früher von der Gemeinde aufgestellten mobilen Standgerüste wurden dann nicht mehr benötigt. Einzig der An- und Abtransport der vereinseigenen Buden bedeutet einen zusätzlichen Aufwand. Rechts auf dem Bild steht der Lebkuchenofen, der sich definitiv bezahlt gemacht hat.
Noch spektakulärer als der Schützenball 2009 zogen 2013 gleich fünf Königspaare bei der Eröffnung ein. Mit dabei waren die Jung-Schützenkönigspaare der Vereine Ilmtaler Gumpersdorf, Randelia Randelsried, Edelweiß Altomünster und unsere beiden Königspaare. Bis spät in die Nacht wurde unter den Klängen des Live-Sound-Teams getanzt und gefeiert.
Am Donnertag, den 15. August 2013 fand das Dorffest am Patroziniumstag von Mariä Himmelfahrt statt, weil damit auch die 400-Jahrfeier unserer Kirche begangen wurde. Prior Pater Norbert Thüx gestaltete den Gottesdienst.
Ähnlich wie bei den vorherigen historischen Festen, ging es auch auf dem historischen Bahnfest Mitte Oktober 2013 zu. Unser Stand war direkt an den Gleisen und gut besucht. Die Feier zum hundertjährigen Bestehen der Linie Dachau – Altomünster zog am Wochenende mehr als 10.000 Besucher an. Insgesamt 51 Vereine und Kulturgruppen haben das Fest mitgestaltet. Besonders in Erinnerung wird, neben der Hauptattraktion der beiden Dampflokomotiven, die Theatergruppe Altomünster bleiben. Zum Gaudium aller führten sie Ludwig Thomas Stück „Erste Klasse“ mit prächtigen Kostümen auf. Gut ein Jahr später konnte die elektrifizierte Bahn in Betrieb genommen werden. Die Nachfeier für die an dem Fest tätigen Mitglieder fand im Februar 2014 im Schießstand statt.
Der Braxenclub Langengern hat sein 50 jähriges Jubiläum vom 18. bis 20. Juli 2014 gefeiert.
Nach 18 Jahren im Einsatz und mehrmaliger Androhung ist heuer am 31. Oktober 2014 der Wechsel an der Spitze der Vorstandschaft vollzogen worden. Manfred Loibl hat einen Nachfolger gefunden. Trotzdem bleibt er dem Verein in der Vorstandschaft erhalten, und unterstützt die neue Riege.
1.Vorsitzender Martin Knoll (neu)
2.Vorsitzender Manfred Loibl (neu)
Kassier Annemarie Stegmeir
2. Kassier Josef Stegmeir jun.
Schriftführer Peter Kreppold
Sportleiter Leonhard Knoll (neu)
Jugendsportleiter kein Bewerber
Sportwart nicht nominiert
Waffenwart Leonhard Knoll (neu)
Zeugwart Georg Gattinger
Beisitzer Martin Pettinger, Michael Gailer, Josef Stegmeir sen., Sofie Gailer
Fahnenträger Rudolf Partsch
Die Fahnenabordnung der Gemütlichkeit Oberzeitlbach
Fahnenbegleiter Johann Gailer, Korbinian Partsch, Johann Schneller (Ersatz)
Kassenprüfer Josef Pettinger, Rudi Partsch (neu)
Bei den Wünschen und Anträgen wurde bemängelt, dass die Homepage noch nicht aktualisiert worden ist. Auch der Gebäudezustand (Dach) und die Pachtverträge müssen geprüft und ggf. aktualisiert werden.
Zu dem Punkt kamen in der nächsten Jahreshauptversammlung am 31. Oktober 2015 noch weitere Punkte dazu. Der Umbau auf elektronische Schießstände, zumindest im unteren Schießstand, sollte geplant werden. Die Zukunftsplanung des Vereins, wirtschaftliche Situation, Pachtvertrag etc., soll überarbeitet werden. Auch die Kommunikation im Verein ist verbesserungsfähig.
Seit Februar 2016 laufen erste Gespräche in Abstimmung mit allen Beteiligten über den zukünftigen Verbleib der Feuerwehr und der Schützen nach dem Auslaufen der Pachtverträge in 2023.
Erstmals gibt es beim Endschießen 2016, Vereins- und Jahresmeister, auch für die Aufgelegt-Schützen eine eigene Wertung. Für die Pistolen- und die Aufgelegt-Schützen gibt es leider noch keine Ketten und somit auch keine Königswürden.
Die Neuwahl 2016 erbrachte nur eine Änderung. Als neuer Schriftführer wurde Robert Butz gewählt. Unter dem Punkt „Wünsche und Anträge“ wurden etliche Punkte vorgetragen worden:
- Die Aufgelegt-Schützen dürfen beim Königschießen ohne Wertung mitschießen.
- Der Verein gratuliert seinen Mitgliedern ab dem 60.sten Geburtstag.
- Das Angebot von Josef Pettinger: Einladungen und Veröffentlichungen des Vereins werden bei fristgerechter Vorlage mit der Zeitung ausgetragen.
- Im unteren Schießstand soll ein neuer Bodenbelag verlegt werden. Dies soll mit Blick auf die Weihnachtsfeier und den Schützenball im Schießstand erfolgen.
Für die Weihnachtsfeier 2016 war der Antrag zum neuen Bodenbelag zu spät erfolgt. Trotzdem fand die Feier in diesem Jahr im Schießstand statt. Dieses Mal erfolgte die musikalische Begleitung nicht durch die Seratiner, sondern durch Maria Hainzinger aus Einsbach mit ihren Kindern.
Am 30. Juli 2016 fand ein Fest der besonderen Art statt. Es war ein Fest mit den Vereinen und Dorfgemeinschaften. Der Titel lautete: „Stromlos durch Altomünster – Bier- und Musikfest“. Das Fest ist ein Beitrag zum Jubiläumsjahr des Bayerischen Reinheitsgebotes, um einerseits das Bier, andererseits auch die dazu gehörige Musik in den Vordergrund zu stellen. Auch die Gemütlichkeit Oberzeitlbach war daran beteiligt.
Der neue Bodenbelag kam dann im Januar 2017 gerade rechtzeitig vor dem Schützenball. Ob der Ball stattfinden würde, stand auf des Messers Schneide. Schon die erste Frage konnte nicht beantwortet werden: wo sollte der Ball stattfinden? Unser eigentliches Zentrum „Gasthaus Gattinger“ konnte nicht genutzt werden, da es keinen Pächter mehr gab, und die existierende Konzession von Anneliese Lindmeyr nur für den Schießstand und das Schützenstüberl galt. Das Schützenstüberl allein wäre definitiv zu klein, und im Schießstand wäre zwar genug Platz, aber der Boden!! Ein uralter, ausgefranster Teppichboden ist ja nicht unbedingt zur Präsentation der Könige geeignet. Also was tun?
Entschieden war‘s gleich: ein neuer Boden musste her! Bis der drin war, ging‘s doch a bisserl zäh! Zum Arbeiten waren, wie immer und überall, wieder mal die Gleichen da. Aber letztendlich war dann doch alles bis zum Ball fertig. Und d’Leid ham kemma kenna. Das haben sie dann auch getan. Und wie!! Über hundert Personen waren mehr als erwartet.
Die Bewirtung war durch die Familie Lindmeyr gesichert und allen hat es sehr gut geschmeckt. Vielen herzlichen Dank für das persönliche Engagement!
Der Barbetrieb im Obergeschoss wurde in Eigenregie des Vereins abgewickelt und hat so für einen kleinen Ertrag gesorgt, der gut gebraucht werden konnte für die Aufwendungen im Vorfeld.
Besonders zu erwähnen ist der Besuch des Schützenkönigs von Alpenrose Unterzeitlbach mit seinem Hofstaat. Mangels einer eigenen Faschingsveranstaltung in UZB war die Idee der Teilnahme in OZB geboren worden und ist super von allen Besuchern aufgenommen worden. Eine Wiederholung wäre nicht nur denkbar, die Gemütlichkeit würde sich geehrt fühlen! Vielen Dank an alle aus dem UZB-Hofstaat für die Teilnahme und die überaus nette Maskerade.
Dass der Ball in guter Erinnerung bleibt, hatte mit Sicherheit auch mit der Musik zu tun. Die „Wadlbeißer“ kamen sowohl mit ihrer Musik, als auch mit den Einlagen (Polonaise, Bobfahrn) sehr gut an.
Auf Anregung von Sportleiter Martin Pettinger wurde am 16. September erstmals ein Sommerbiathlon veranstaltet. Das Hauptaugenmerk lag zwar auf der Geselligkeit dieser Veranstaltung, aber gewinnen wollte doch jeder. Mit 16 Teilnehmern, aufgeteilt in vier Gruppen, sollte erst eine Strecke mit dem Fahrrad bewältigt werden, um anschließend fünf Scheiben mit dem Lichtgewehr zu treffen. Die Fahrradstrecke führte nach Oberndorf und zurück, die Scheiben waren im Schießstand aufgebaut. War der erste Teilnehmer aus einer Mannschaft fertig und hatte alle fünf Scheiben getroffen, konnte er an den nächsten Mannschaftskollegen übergeben.
Zum Schützenball im Januar 2018 konnten neben unserem Schützenkönig Manfred Loibl mit seiner Liesl Angela auch die Schützenkönigin aus Unterzeitlbach, Else Schlosser mit ihrem Mann Siegfried Schlosser, als Gau-Pistolenschützenkönig, und die amtierende Gaudamenkönigin Anneliese Lindmeyr begrüßt werden. Der Abend wurde wieder hervorragend vom „Mecki“ Martin Gärtner, Inchenhofen, gestaltet.
Seit dem Frühjahr 2018 wird vom Sportleiter Martin Pettinger und vom Jugendsportleiter Alex Obeser ein Jugendtraining angeboten. Der Anfang mit sieben Schützenanwärtern im Schüler und Jugendbereich lässt auf eine positive Entwicklung hoffen.
Die Gaumeisterschaft 2018 fand am 17. und 18. Februar in Unterzeitlbach statt. Unsere Beteiligung war leider nicht so berauschend. Nur Robert Butz konnte sich mit einem ersten Platz bei den Aufgelegt-Schützen in Szene setzen.
Alle Schützen ab dem 10. Lebensjahr können sich am Gaukönigschießen beteiligen. Fünf Königstitel werden ausgeschossen. Luftgewehr Herren, Damen, Jugend, Luftpistole und Luftgewehr Auflage. Am 22. Juli 2018 wurde der Wettbewerb bei den Edelweiß-Schützen in Altomünster ausgetragen.
Mit gerade mal drei Teilnehmern waren unsere Beteiligung und unsere Ergebnisse überschaubar.
Um die Sicherheit für die Schießstandnutzung als Veranstaltungssaal zu gewährleisten, wurde eine zusätzliche Fluchttüre eingebaut. Deshalb musste der Fahnenschrank nach oben umziehen. Anschließend wurde die Wand für den Einbau der zweiten Türe durchbrochen und die Türe eingebaut.
Der Abschied von Pater Michael De Koninck am 7. Juli 2018 ist zwar kein Thema für die Schützenchronik, aber betroffen hat es uns schon auch. Es ist jedem schwergefallen, da die gemeinsame Zeit mit ihm in bester Erinnerung bleiben wird. „Pfüa Good“ und „Vagelt’s Gott“.
Das Wetter war wie bestellt für den Sommerbiathlon 2018. Die Teilnehmer, vor allem die jungen, waren sehr engagiert. Dem Sieger winkte der Lorbeerkranz und die Würstel, die der Verein spendiert hat. Sieger war die Mannschaft eins (wer sonst) mit Hackl (Martin Knoll), Andi (Loibl), Hektor (Andreas Greppmair), Andal (Schlosser) und Peter Huber. Bei so viel Andreas muss die Abstimmung ja passen!
Die Beteiligung am Sparkassenpokal-schießen hat sich vor allem für die Luftpistolenschützen rentiert. Die bei der Verlosung gewonnene Luftpistole könnte den Erfolg der Mannschaft im Rundenwettkampf erheblich unterstützen; auch wenn die Pistole nicht von allein trifft.
Die Jahreshauptversammlung musste 2018 zweimal angesetzt werden. Beim ersten Mal war die Versammlung aufgrund zu weniger Anwesender nicht beschlussfähig. Der Neustart, eine halbe Stunde später, erlaubte laut Reglement eine Beschlussfähigkeit der Anwesenden ohne Mindestzahl. Die Wahl erbrachte folgende Änderungen:
1.Vorsitzender Robert Butz (neu)
2.Vorsitzender Josef Stegmeir jun. (neu)
Kassier Thomas Pettinger (neu)
2. Kassier Josef Pettinger sen. (neu)
Schriftführer Manfred Loibl (neu)
Sportleiter Martin Pettinger (neu)
Jugendsportleiter Alexander Obeser (neu)
Sportwart nicht nominiert
Waffenwart Albert Schlosser (neu)
Zeugwart Georg Gattinger
Beisitzer Michael Gailer, Josef Stegmeir sen., Stefan Greppmair (neu), Michael Pettinger
Fahnenträger Rudolf Partsch
Fahnenbegleiter Korbinian Partsch, Josef Bichl (neu)
Kassenprüfer Rudolf Partsch, Annemarie Stegmeir (neu)
Wie man sieht, die Umwälzung in der Vorstandschaft war groß. Ob das gut tut, wird sich weisen. Die Fülle der erfolgten Vorstandssitzungen in den abgelaufenen zwei Jahren erklärt sich aus den Planungen für ein neues Vereinsheim. Im Jahr 2023 laufen sämtliche Pachtverträge zwischen dem Eigentümer (Johann Gattinger, Karlsfeld), dem Besitzer (Nießbrauch Georg Gattinger, Oberzeitlbach) und den Pächtern Gemeinde Altomünster (FFW) mit dem Schützenverein Gemütlichkeit OZB aus.
Unser Königsschießen haben wir im November 2018 besonders attraktiv gestaltet. Das kostenlose Rehragout zeigte den gewünschten Effekt. Teilnehmer konnten das von Alexander Obeser gestiftete und von Anneliese Lindmeyr gekochte Reh genießen. Alle waren voll des Lobes.
Passend zum Namen des Schützenvereins erlebten viele Gäste einen entspannten und gemütlichen Schützenball 2019 in Oberzeitlbach. Die Schützenkönige Robert Butz mit Liesl Elisabeth und Franziska Loibl mit Lieserer Andreas Loibl wurden unterstützt durch den König von Alpenrose Unterzeitlbach Willi Lochner mit seiner Liesl Zenta.
Die Einladung zum 55. Gauschießen Ende Mai bis Anfang Juni 2019 in der Halle vom Oberschauerschorner (Kraus) hat 15 Schützen aus unserem Verein zur Teilnahme animiert. Die Ergebnisse waren leider nicht der Rede wert.
Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Oberzeitlbach hat am 21. Juli 2019 ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert. Der Umzug erfolgte vom Stumpferlhof (Feldermeir) zur Kirche mit der Weihe der Fahnen und der Fahnenbänder. Die neue geweihte Fahne und der ganze Zug mit den Fahnenabordnungen des Patenvereins und der Ortsvereine sind dann zum Kriegerdenkmal marschiert. Mit dem Musikverein Altomünster als musikalische Unterstützung wurde von Pater Clemens Maria Pieper auch das frisch renovierte Denkmal eingeweiht. Nach der Weihe ging es weiter zum Matthias Keller, das Dorffest konnte beginnen. Bei herrlichem Sonnenschein sind die Gäste auf dem Fischerhof erwartet und bewirtet worden.
Am Samstag, 7. September 2019, fand die 2. Auflage des Stromlosfestes statt. Gemeinsam mit dem Burschen-, dem Madelverein und der Feuerwehr wurde die Teilnahme am Stromlosfest der Marktgemeinde Altomünster (7. September 2019) organisiert. Die Burschen bauten das Weißbierkarusell auf. Auch die Madln beteiligten sich tatkräftig. Die Feuerwehr und wir Schützen verkauften Honig-Schinken-Loaberl mit Kraut gefüllt. Auch wenn das Wetter nicht so berauschend war, hat es den Besuchern offensichtlich sehr gut geschmeckt.
nicht für jeden leicht. Los ging es beim Stumpferlhof, über die Moosgasse bis zur Ruhebank am Fuchsen Anger und zurück. War der Erste der Mannschaft mit dem Radfahren und dem Schießen fertig, konnte er an den nächsten übergeben. Sieger war danach die Mannschaft, aus der der Letzte als Erster alle fünf Scheiben getroffen hatte.
Auf der Jahreshauptversammlung 2019 wurde einstimmig der Vereinsbeitrag an die Erfordernisse für die zum Bau des Vereinsheims erforderlichen Zuschuss Anträge angepasst. Die Planungen für die 100-Jahrfeier der Gemütlichkeit waren schon angelaufen. Der Termin für Martina Schwarzmann für Ende Juni 2020 war zugesagt. Die Zusage vom Hubert Gröppmair für die Halle war auch da. Es fehlte noch die geforderte Beschallung und Beleuchtung der Halle.
Wieder wurde beim Königsschießen 2019 ein kostenloses Rehragout angeboten. Diesmal waren es 26 Teilnehmer, die sich das von Alexander Obeser gestiftete und von Maria Felber gekochte Reh schmecken ließen. Und alle waren voll des Lobes! Die Erfahrungen der ehemaligen Wirtin von Unterzeitlbach aus früheren Zeiten waren erwartungsgemäß nicht verloren gegangen.
„In der nächsten Phase müssen wir aus der Hoffnung Wirklichkeit machen“ waren die Worte des Schützenmeisters auf der Weihnachtsfeier im Dezember 2019. „Die nächsten Jahre sind nicht nur für den Verein prägend, sondern für unser gesamtes Dorfleben. Denn ohne Heimat kann kein Verein existieren, und ohne Vereine hat das Dorf Probleme“. Gemeint war damit natürlich das geplante Vereinsheim für die Zeitlbacher Vereine. Wie es weitergeht steht noch in den Sternen. Die kommende Kommunalwahl wirft ihre Schatten bereits voraus.
Auf dem Christkindlmarkt im Dezember 2019 haben wir nicht nur unsere bestens bekannten und allseits geliebten selbst gebackenen Lebkuchen mit Glühwein oder Punsch angeboten. Dieses Mal standen auch Rahmfleckerl auf der Karte. Das war eine sehr gute Idee und wurde von den Besuchern bestens angenommen.
Das Kesselfleischessen am 25. Januar 2020 wurde von Alex Obeser und Martin Pettinger als Co-Koch organisiert. Das Kraut war von der Familie Pettinger gekocht, wahrscheinlich von der Leni.
Der Schützenball 2020 im unteren Schützenstand entpuppte sich als gesellig und gut besucht. Vizekönig Thomas Buchberger durfte stellvertretend für Leo Knoll die imponierende Schützenkette tragen und mit seiner Liesl Verena Asam den Ball eröffnen. Unsere Jungschützenkönigin Franziska Loibl hatte ihren Bruder Andreas als Lieserer dabei. Die feschen Königspaare eröffneten wie immer mit einem Ehrenwalzer den Ball, der bis in die Morgenstunden dauerte.
Das Er & Sie Schießen Anfang März 2020 war mit 32 Teilnehmern außergewöhnlich gut besucht. Ursächlich dafür verantwortlich waren wahrscheinlich die Unstimmigkeiten zwischen dem Burschenverein und dem Nießbrauchbesitzer vom Gattingersaal. Man ist sich über die Wahl des Bierlieferanten nicht einig geworden. So kamen eben viele Mädels und Burschen zu unserem Faschingsball.
Seit Januar lag was in der Luft. Auch unser Verein war indirekt betroffen. Ein Vorstandsmitglied konnte nicht mehr seiner Arbeit nachgehen. Der Betrieb seines Arbeitgebers war wegen „Corona“ gesperrt. Im April hat dann unser Schießstand auf Anweisung der Staatsregierung gesperrt werden müssen. Das Endschießen, geplant am 18. April, wurde abgesagt, genauso wie alle weiteren Veranstaltungen. Alle Schießstände wurden geschlossen. Der Rundenwettkampf wurde zur Halbzeitpause unterbrochen und später ganz abgesagt. Alle Vereinstätigkeiten ruhten bis auf Weiteres.
A Bier ohne Triab
Und a Weib ohne Liab,
a Büchs ohne Schaft,
und a Mo ohne Kraft,
a Schütz, der ned zecht,
san am Deife z’schlecht.
